Schweden: Härtetest für Reifen

It?s Snowtime: Die als klassischer Winter-Event bekannte Rallye Schweden macht ihrem Ruf endlich wieder Ehre. Für den zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft haben die Meteorologen reichlich Schneefall vorhergesagt ? gefolgt von klirrender Kälte, die die weiße Pracht über alle drei Etappen erhalten sollte.

4. Februar 2003

Michael Heimrich

Als charakteristisch für den Winterklassiker gilt ein Straßenbelag aus grobem Schotter, umhüllt von Eis und bedeckt von einer voraussichtlich dicken Schneeschicht. Trotz dieser widrigen Verhältnisse zählt die Rallye Schweden zu den schnellsten Läufen im WM-Kalender. Nebenbei fordern auch die erwarteten Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius Mensch und Technik bis an die Grenzen.

Auf diesem Untergrund werden die Spikepneus aufs Härteste gefordert: Bei 120 km/h zum Beispiel berührt jeder Stahlnagel 17 mal pro Sekunde die Fahrbahn. Kein Wunder, dass der unter der Schneedecke verborgene Schotter immer wieder Spikes aus den Reifen reißt. Bei den Tests für die Schweden-Rallye stand folglich besonders die Beständigkeit der Pneus auf dem längsten Abschnitt ohne Service ? der 53,44 Kilometer langen WP-Gruppe 10, 11, 12 ? sowie auf den jeweils 44 Kilometer langen Prüfungen ?Granberget? (WP 3 und 7) im Pflichtenheft.

Jedes Rad darf in Schweden mit bis zu 380 (?Monte?: 250) der maximal 20 Millimeter langen Spikes (?Monte?: 15) versehen sein. Wie weit diese aus dem Profil herausragen, ist ? anders als beim Saisonauftakt ? nicht vorgeschrieben. Der bei geschlossener Schneedecke eingesetzte Michelin GA produziert dank seiner geringen Breite von 100 Millimetern hohen Druck auf der Auflagefläche. Damit können die Spikes die oberste Lage Schnee durchschneiden und Grip auf festerem Schnee oder dem darunter liegenden Eis aufbauen.

Das bedeutet zugleich, dass die ersten Starter tiefe Rillen in die Schneedecke fräsen, in denen die folgenden World Rally Cars nicht mehr den gleichen Grip vorfinden. Damit ist für alle Top-Piloten von Anfang an ?Maximum Attack? (Copyright: Ex-Profi Markku Alén) geboten, um sich eine gute Startposition nach dem Regrouping zu sichern. Eine zweite Besonderheit liegt in dem typischen ?Anlehnen? an den hohen Schneewänden rechts und links der Fahrbahn. Auf diese Weise können die Schnee-Spezialisten ihre Allradler optimal positionieren und auch etwas zu optimistische Kurventempi schadlos abbauen.

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