Vierfachführung von Toyota

Safari-Rallye: Solberg hauchdünn vor Ogier

Oliver Solberg geht mit einer denkbar knappen Führung in den Samstag der Safari-Rallye Kenia. Nach dem ersten kompletten Rallyetag liegt der Toyota-Pilot lediglich eine Sekunde vor seinem Teamkollegen Sebastien Ogier.

13. März 2026

Michael Heimrich

So schnell ändern sich die Vorzeichen in Kenia. Zwischenzeitlich sah es nach einer deutlich komfortableren Führung für Oliver Solberg aus. Der Monte-Carlo-Sieger hatte sich zunächst rund eine halbe Minute Vorsprung erarbeitet, verlor diesen jedoch auf der zweiten Durchfahrt der Prüfung „Geothermal“. Ein Reifenschaden kostete ihn wertvolle Zeit und ließ Ogier bis auf eine Sekunde heranrücken. Auf der anschließenden Prüfung „Lolida 2“ büßte Solberg weitere drei Zehntel ein, holte sich diese jedoch auf der abschließenden Tagesprüfung wieder zurück.

„Ich habe mein Bestes gegeben“, erklärte Solberg. „Ich habe inzwischen ein gutes Tempo gefunden, aber die letzte Prüfung war extrem rutschig. Das war alles andere als einfach.“ Mit Blick auf das Duell mit Ogier sagte er: „Wir haben schon einmal gegeneinander gekämpft. Es steht 1:0 für mich. Aber er hatte heute einen unglaublich starken Tag. Ich habe versucht, clever zu fahren, war vielleicht etwas zu vorsichtig und hatte dann noch Pech mit dem Reifenschaden. Die Rallye ist noch lang – hoffentlich kann ich morgen wieder um die Führung kämpfen.“

Ogier zeigte sich zufrieden, nur eine Sekunde hinter der Spitze zu liegen – und sieht darin sogar einen kleinen Vorteil. „Es war ein guter Tag. Ehrlich gesagt ist es gar nicht schlecht, heute nicht in Führung zu liegen“, meinte der Franzose. „Am Samstag beginnt es hier oft am Nachmittag zu regnen, und dann haben die Fahrer weiter hinten in der Startreihenfolge häufig Nachteile. Morgen wird der entscheidende Tag der Rallye.“

WM-Spitzenreiter Elfyn Evans liegt vor dem Samstag rund 20 Sekunden hinter der Spitze. Der Waliser hatte bereits am Morgen mit Bremsproblemen an seinem Toyota zu kämpfen und fand den ganzen Tag über nie das perfekte Gefühl für das Auto. „Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, wird morgen wahrscheinlich das Chaos ausbrechen“, sagte Evans. „Darauf ist man eigentlich nie wirklich vorbereitet.“

Ein starkes Tempo zeigte auch Sami Pajari. Der Finne war auf vier der sieben Prüfungen des Tages Schnellster und zweimal Zweitschnellster – nur Ogier war am Freitag insgesamt schneller unterwegs. Pajari belegt Rang vier und zeigte sich zufrieden: „Heute hat es wirklich Spaß gemacht. Einige Prüfungen waren extrem rau, deshalb habe ich versucht, dort etwas vorsichtiger zu sein, wo das Risiko am größten war. Die Rallye ist noch lang, aber der Tag war sehr positiv.“

Toyota hatte zunächst sogar die ersten fünf Plätze belegt, ehe Hyundai auf der vorletzten Prüfung des Tages zurückschlug. Thierry Neuville und Adrien Fourmaux zogen an Takamoto Katsuta vorbei, dessen Tag durch zwei Reifenschäden vorne am Nachmittag überschattet wurde. Ohne Ersatzreifen musste der Japaner anschließend deutlich vorsichtiger fahren.

Zwischen den beiden Hyundai-Piloten liegt nur wenig Zeit: Neuville ist mit 1,2 Sekunden Vorsprung vor Fourmaux Fünfter, obwohl er auf der vorletzten Prüfung mit einem Problem am Wasserdruck zu kämpfen hatte. Vermutlich war ein defekter Lüfter die Ursache. Nach Reparaturarbeiten zwischen zwei Prüfungen brachte der Belgier das Auto zwar ins Ziel, berichtete anschließend jedoch von weiteren Schwierigkeiten.

Fourmaux zeigte sich dagegen zufrieden mit seinem Tag: „Ich bin ganz glücklich. Wir sind ohne größere Probleme durchgekommen, das ist positiv. Die Bedingungen waren trocken und es hat wirklich Spaß gemacht.“

Katsuta liegt zwischen den beiden Hyundai-Piloten und Esapekka Lappi, der rund eine Minute Rückstand hat. Auf Gesamtrang neun führt Robert Virves die WRC2-Wertung an und hat 14,5 Sekunden Vorsprung auf den Vorjahressieger der Kategorie, Gus Greensmith.

In die Top 10 rückten sie auch wegen der Probleme bei M-Sport Ford vor. Josh McErlean musste nach der achten Prüfung mit einem gerissenen Getriebegehäuse aufgeben. Teamkollege Jon Armstrong stoppte eine Prüfung später, um Schäden an seinem Puma zu reparieren. Zwar konnte er weiterfahren, verlor dabei jedoch rund 24 Minuten.

Für Samstag ist Regen vorhergesagt, wenn die Rallye in Richtung Nakuru weiterzieht. Auf dem Programm stehen zwei Schleifen mit jeweils drei Prüfungen – darunter auch die berüchtigte „Sleeping Warrior“-Prüfung, die als eine der härtesten der Rallye gilt.

Zwischenstand nach WP10 von 20

1.Solberg Oliver / Edmondson ElliottToyota GR Yaris Rally11:33:50.2
2.Ogier Sebastien / Landais VincentToyota GR Yaris Rally1+1.0
3.Evans Elfyn / Martin ScottToyota GR Yaris Rally1+20.5
4.Pajari Sami / Salminen MarkoToyota GR Yaris Rally1+1:10.5
5.Neuville Thierry / Wydaeghe MartijnHyundai i20 N Rally1+1:46.1
6.Fourmaux Adrien / Coria AlexandreHyundai i20 N Rally1+1:47.3
7.Katsuta Takamoto / Johnston AaronToyota GR Yaris Rally1+1:53.3
8.Lappi Esapekka / Malkonen EnniHyundai i20 N Rally1+2:53.2
9.Virves Robert / Viilo JakkoSkoda Fabia RS Rally2+6:53.6
10.Greensmith Gus / Andersson JonasToyota GR Yaris Rally2+7:08.1

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