Schlammschlacht zu Beginn

Safari-Rallye: Solberg führt Toyota-Armada an

Oliver Solberg hat nach einem turbulenten Auftakt die Führung bei der Safari-Rallye Kenia übernommen. Nach den ersten beiden Prüfungen liegen gleich fünf Toyotas an der Spitze.

12. März 2026

Michael Heimrich

Vor der ersten Wertungsprüfung „Camp Moran“ setzte plötzlich heftiger Regen ein und verwandelte die ohnehin als entscheidend eingeschätzte Strecke in eine regelrechte Schlammschlacht. Die Fahrer, die früh auf die Prüfung gingen, profitierten von den noch etwas besseren Bedingungen. 

Monte-Carlo-Sieger Oliver Solberg (Toyota) nutzte diese Chance perfekt und setzte sich sofort deutlich ab. Nach der ersten Prüfung lag er bereits 30 Sekunden vor Schweden-Sieger und WM-Spitzenreiter Elfyn Evans (Toyota). Der Rest des Feldes hatte noch größere Rückstände – der langsamste Rally1-Pilot, Josh McErlean (Ford), verlor fast vier Minuten.

Die zweite Prüfung „Mzabibu“ war deutlich kürzer und größtenteils trocken, weshalb sich an der Spitze kaum etwas änderte. Solberg baute seinen Vorsprung sogar noch leicht aus und war 3,3 Sekunden schneller als Evans, womit er nun 33,3 Sekunden vor dem Toyota seines Teamkollegen liegt. Sebastien Ogier (Toyota) setzte auf dieser Prüfung die Bestzeit und festigte Rang drei vor Takamoto Katsuta (Toyota), der auf der ersten Prüfung ohne funktionierende Gegensprechanlage unterwegs war. Sami Pajari (Toyota) komplettiert die Top 5.

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Trotz der stabileren Bedingungen blieb es jedoch nicht problemlos: Alle drei Hyundai sowie der M-Sport-Ford von Josh McErlean kämpften mit zu hohen Temperaturen. Dadurch konnte Jon Armstrong (Ford) auf Rang sieben nach vorne rücken und Adrien Fourmaux (Hyundai) überholen. Armstrong liegt 10,3 Sekunden hinter Thierry Neuville (Hyundai), hat aber 5,9 Sekunden Vorsprung auf Fourmaux. Esapekka Lappi (Hyundai) ist Neunter, während McErlean nach seinen Problemen aus den Top 10 zurückfiel.

Die WRC2-Wertung führt Gus Greensmith (Skoda) an, der gleichzeitig Platz zehn im Gesamtklassement belegt. Sein Vorsprung auf Diego Domínguez (Toyota) beträgt allerdings nur drei Sekunden. Andreas Mikkelsen (Skoda), der bei dieser Rallye ins Cockpit zurückkehrt, liegt bereits 1:40,3 Minuten zurück – auf der ersten Prüfung ging ihm wegen der verschlammten Strecke sogar das Wischwasser für die Windschutzscheibe aus.

Zwischenstand nach WP 2 von 20

1.Solberg Oliver / Edmondson ElliottToyota GR Yaris Rally130:18.6
2.Evans Elfyn / Martin ScottToyota GR Yaris Rally1+33.3
3.Ogier Sebastien / Landais VincentToyota GR Yaris Rally1+1:05.1
4.Katsuta Takamoto / Johnston AaronToyota GR Yaris Rally1+1:15.3
5.Pajari Sami / Salminen MarkoToyota GR Yaris Rally1+2:06.4
6.Neuville Thierry / Wydaeghe MartijnHyundai i20 N Rally1+2:21.9
7.Armstrong Jon / Byrne ShaneFord Puma Rally1+2:32.2
8.Fourmaux Adrien / Coria AlexandreHyundai i20 N Rally1+2:38.1
9.Lappi Esapekka / Malkonen EnniHyundai i20 N Rally1+2:52.9
10.Greensmith Gus / Andersson JonasToyota GR Yaris Rally2+3:42.5

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