Solberg, Ogier und Evans raus

Safari-Rallye: Plötzlich führt Katsuta

Takamoto Katsuta geht als Führender in den Schlusstag der Safari-Rallye Kenia. Der Toyota-Pilot profitierte am Samstag von einer dramatischen Wende im Klassement und von der Absage der zweiten Durchfahrt der berüchtigten Prüfung „Sleeping Warrior“.

14. März 2026

Michael Heimrich

Takamoto Katsuta übernahm die Spitze, nachdem gleich drei seiner Toyota-Teamkollegen auf der ersten Passage der „Sleeping Warrior“-Prüfung ausgeschieden waren. Oliver Solberg, Sebastien Ogier und Elfyn Evans blieben entweder auf der Prüfung selbst oder auf der anschließenden Verbindungsetappe liegen und mussten ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben.

Kurz bevor die Fahrer zur zweiten Durchfahrt der als besonders gefürchtet geltenden Strecke antreten sollten, entschieden die Organisatoren, die Prüfung abzubrechen. Die Bedingungen waren so schwierig geworden, dass im Notfall Rettungsfahrzeuge die Strecke nicht zuverlässig hätten erreichen können.

Damit liegt Katsuta vor den letzten vier Prüfungen der Rallye erstmals in seiner Karriere auf Siegkurs in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der Japaner startet mit rund einer Minute Vorsprung in den Sonntag. „So zu fahren ist sehr stressig“, sagte Katsuta. „Es ist deutlich einfacher, wenn man nur um Zehntelsekunden kämpft.“

Adrien Fourmaux belegt mit seinem Hyundai Rang zwei. Der Franzose ging auf der letzten gefahrenen Prüfung bewusst vorsichtiger zu Werke, um möglichst wenig Schlamm in die Front seines Autos zu bekommen und das Material zu schonen. „Das Auto fährt hier schon seit drei Tagen Rallye“, erklärte Fourmaux. „Wir müssen darauf achten.“

Für Hyundai verlief der Tag dennoch durchwachsen. Das Team hatte an allen drei i20 N Rally1 umfangreiche Änderungen vorgenommen – unter anderem an Kühlung, Getriebe und Fahrwerk. Trotzdem wurde Thierry Neuville nach drei Reifenschäden auf der Prüfung „Soysambu“ aus dem Kampf um eine Spitzenplatzierung gerissen.

Davon profitierte Sami Pajari, der sich auf Rang drei nach vorne schob. Der Finne zog an Esapekka Lappi vorbei, dessen Hyundai auf der Prüfung „Elmenteita“ durch einen schleichenden Reifenschaden Zeit verlor. Pajari wollte sich allerdings nicht mit möglichen Podiumsgedanken beschäftigen: „Ich denke nicht an das Ergebnis, sondern nur an die nächste Prüfung.“

Lappi konzentriert sich dagegen vor allem auf Punkte für die Herstellerwertung und wollte kein unnötiges Risiko eingehen. „Das Ergebnis ist für mich nicht entscheidend“, sagte der Finne. „Es ergibt keinen Sinn, hier einen Kampf zu erzwingen.“

Der turbulente Samstag sorgte außerdem dafür, dass WRC2-Spitzenreiter Robert Virves im Skoda sensationell auf Gesamtrang fünf liegt. Der Este hat fast eine Minute Vorsprung auf den zweitplatzierten WRC2-Piloten Gus Greensmith im Toyota GR Yaris Rally2.

Erleichtert über die Absage der zweiten „Sleeping Warrior“-Durchfahrt dürften auch die beiden M-Sport-Ford-Piloten gewesen sein. Sowohl Josh McErlean als auch Jon Armstrong hatten am Nachmittag erneut mit Motorproblemen zu kämpfen und liegen derzeit nur auf den Rängen 15 und 16.

Am Sonntag stehen noch vier Prüfungen über insgesamt 57 Kilometer auf dem Programm. Während einige Fahrer um den Gesamtsieg kämpfen, kehren die zuvor ausgeschiedenen Top-Piloten zurück, um auf den letzten Prüfungen wichtige Zusatzpunkte im „Super Sunday“ zu holen.

Zwischenstand nach WP16 von 20

1.Katsuta Takamoto / Johnston AaronToyota GR Yaris Rally12:41:00.2
2.Fourmaux Adrien / Coria AlexandreHyundai i20 N Rally1+1:25.5
3.Pajari Sami / Salminen MarkoToyota GR Yaris Rally1+5:29.1
4.Lappi Esapekka / Malkonen EnniHyundai i20 N Rally1+6:18.5
5.Virves Robert / Viilo JakkoSkoda Fabia RS Rally2+9:42.1
6.Greensmith Gus / Andersson JonasToyota GR Yaris Rally2+10:37.4
7.Zaldivar F. / Der Ohannesian M.Skoda Fabia RS Rally2+10:43.8
8.Mikkelsen Andreas / Listerud JornSkoda Fabia RS Rally2+11:24.4
9.Dominguez Diego / Penate RogelioToyota GR Yaris Rally2+11:57.8
10.Solberg Oliver / Edmondson ElliottToyota GR Yaris Rally1+18:21.0

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