Richard Burns gewinnt Neuseeland-Rallye.

Der Subaru-Pilot konnte seinen Vorsprung sicher ins Ziel bringen, spannender ging auf den Plätzen dahinter zu. Im Finale wurde Carlos Sainz zur tragischen Figur.

23. September 2001

Michael Heimrich

Der Brite Richard Burns und sein Beifahrer Robert Reid haben beim zehnten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Neuseeland ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Nach knapp 1 700 Kilometern und 24 Schotterprüfungen (= 382 km) kamen die Subaru-Piloten mit einem Vorsprung von 44,6 Sekunden vor ihren Landsleuten Colin McRae/Nicky Grist (Ford Focus) ins Ziel in Auckland. Für Burns und Subaru war dies der erste WM-Triumph seit dem WM-Finale in Cardiff (Wales) im November 2000.

"Ich bin wieder da. Es ist ein schönes Gefühl. Es ist auch schön, Colin McRae letztlich geschlagen zu haben», freute sich Vize-Weltmeister Burns über seinen zehnten WM-Triumph. Für Subaru war dies der 33. WM-Erfolg. "Colin hat in den beiden letzten Tagen mächtigen Druck auf mich ausgeübt. Ich musste immer ans Limit gehen. Jetzt habe ich hier endlich den Spieß herum gedreht, denn in Argentinien und auf Zypern hat Colin mich knapp geschlagen. Im Moment liegen wir nur noch neun Punkte in der Fahrer-WM zurück und jetzt kann alles passieren."

Colin McRae attackierte zu stark, drehte sich auf der vorletzten Prüfung, verlor dabei über eine halbe Minute und gab seinen Teamkollegen Carlos Sainz die Chance den zweiten Platz zu erobern. Mit einem Abstand von nur 2.8 Sekunden gingen die beiden in die letzte Prüfung, doch der Spanier riskierte zuviel und leistete sich ebenfalls einen Dreher und McRae erreichte am Ende den zweiten Rang und konnte dadurch die Führung in der Weltmeisterschaft erstmals übernehmen. "Vielleicht hätte ich noch gewinnen können. Doch die Chance war vorbei, als ich mich auf der vorletzten Prüfung drehte. Doch wichtig ist, dass wir in der Weltmeisterschaft wieder vorne sind.", meinte Colin im Ziel.

Doppel-Pech für Carlos Sainz: durch den Fahrfehler verlor der Ford-Pilot alle Chancen auf Platz zwei, verlor sogar noch Rang drei an Harri Rovanperä und wurde sogar noch von Markus Grönholm überholt. Glück im Unglück für den Spanier: der Weltmeister bekam eine 10-Sekunden Zeitstrafe wegen Frühstarts und belegte am Ende Rang fünf mit 3.6 Sekunden Abstand zu Carlos Sainz.

Riesige Enttäuschung bei Tommi Mäkinen und Mitsubishi. Am Ende reichte es nur für Rang acht und damit außerhalb der WM-Punkte. Durch diese Nullnummer verliert der Finne die Führung in der Gesamtwertung an Colin McRae und setzt alle Hoffnungen auf das neue WRC, das erstmals beim nächsten Lauf, der Rallye SanRemo, eingesetzt wird.

Das Rennen auf der anderen Hälfte der Erdkugel lieferte ein Novum in der WM-Geschichte: Erstmals erreichten alle Werksfahrer das Ziel. Von 68 am Freitag gestarteten Teams kamen am Sonntag 49 Fahrzeuge in Auckland an. Der nächste und elfte WM-Lauf findet vom 5. bis 7. Oktober 2001 im italienischen San Remo statt.

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