Reifenpoker auf Korsika

Keine Zeit zum Luftholen: Nur vier Tage nach der Rallye Spanien starten die Fahrer die Motoren auf Korsika.

7. Oktober 2008

Michael Heimrich

Auch wenn beide Läufe gerne als Asphalt-Doppelpack in einem Atemzug genannt werden, erwarten die Piloten bei der Rallye Frankreich (9. bis 12. Oktober) völlig andere Gegebenheiten als auf der iberischen Halbinsel. Die sogenannte „Rallye der 10.000 Kurven“ gilt als absoluter Klassiker und stellt mit ihren engen und gewundenen Bergpfaden eine extreme Herausforderung für Fahrer und Teams dar. Hinzu kommt das unberechenbare Wetter auf der felsigen Insel, das für plötzlichen Regen berüchtigt ist und die Serpentinen schlagartig in Rutschbahnen verwandeln kann.

Mikko Hirvonen geht bereits zum fünften Mal auf Korsika an den Start und kennt die Tücken dieser Rallye: „Das Wetter hier ist ein Schlüsselfaktor. Von einem Moment zu nächsten kann sich strahlender Sonnenschein in strömenden Regen verwandeln. Da wir gemäß der neuen Regeln nur noch zwischen einem Trocken- und einem Regenreifen wählen dürfen, ist es viel wichtiger, genau zu wissen, wann es regnen wird, als die Stärke des Regens voraussagen zu können. Die Pirelli-Pneus leisten bei leichtem Regen sehr gute Arbeit – richtig stark geregnet hat es in dieser Saison noch nicht, es ist also schwer zu sagen, wie sich das Auto bei kräftigem Niederschlag fährt.“

Die dichte Abfolge der beiden Asphaltläufe in Spanien und auf Korsika sieht der Finne als Vorteil: „Ich mag es, an zwei aufeinander folgenden Wochenenden zu fahren. In Spanien habe ich mich auf Asphalt eingeschossen, das wird mir hier in Korsika zu Gute kommen, auch wenn die Strecken hier ganz anders sind: Insgesamt ist dieser Lauf wegen der deutlich engeren und gewundeneren Straßen viel langsamer. Der Fahrbahnbelag wurde in den vergangenen Jahren zwar immer wieder erneuert, dennoch gibt es einige sehr holprige Abschnitte und Stellen, an denen der Asphalt aufgebrochen ist – für die Reifen ist das sehr fordernd.“

Für François Duval ist die Rallye Korsika das Asphalt-Highlight des Jahres. Bereits sieben Mal ging der Belgier auf der Mittelmeerinsel auf Zeitenhatz, 2003 erreichte er in einem Ford Focus WRC mit dem dritten Platz sein bislang bestes Ergebnis. „Korsika ist eng, kurvenreich und sehr reifenzehrend“, erklärt der 27-Jährige. „Im Prinzip muss man mit derselben Aggressivität wie in Spanien in die Rallye gehen – nur zugleich auch viel vorsichtiger sein. Wer hier einen Fehler macht, hat kaum Zeit, diesen zu korrigieren, sondern kollidiert umgehend mit einem Hindernis. Also alles in allem eine ‚Fahrerrallye‘ – ganz nach meinem Geschmack.“

Rückblick Rallye Korsika 2007…

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