Monte-Sieger Oliver Solberg setzt bei seinem WM-Heimspiel ein erstes Ausrufezeichen: Auf der 10,4 Kilometer langen Umeå-Wertungsprüfung – inklusive der Zuschauerpassage durch die Red Barn Arena – war der Toyota-Pilot 3,8 Sekunden schneller als Teamkollege Elfyn Evans.
Die Auftaktprüfung wird wie gewohnt im Dunkeln gefahren und dient am Sonntag erneut als Powerstage. Die am Freitag und Samstag ausgetragene „Umeå Sprint“-Variante stellt eine verkürzte Version der ersten Prüfung dar.
Evans, der in der WM-Wertung vier Punkte hinter Solberg liegt, sprach von einem „vorsichtigen Beginn“, belegte aber dennoch Rang zwei vor Takamoto Katsuta (+4,4 Sekunden), der damit das starke Toyota-Ergebnis abrundete. „Die Prüfung besteht praktisch nur aus Eis, genau wie im letzten Jahr“, erklärte Katsuta. „Morgen wird es anders – das hoffe ich zumindest.“
Für den ersten Zwischenfall sorgte Jon Armstrong. Der M-Sport-Pilot verschätzte sich beim Anbremsen einer engen Rechtskurve, rutschte innen in den Schnee und touchierte beim Herausbeschleunigen eine Schneebank. Zwar blieb er nicht stecken, doch sein Puma Rally1 verlor anschließend spürbar Leistung. Der Zeitverlust: 45,1 Sekunden.
„Ich hatte Glück, nicht festzustecken“, sagte Armstrong. „Der Grip war schwer einzuschätzen. Ich habe den Bremspunkt verpasst, bin aber noch einmal davongekommen. Kein guter Start, aber wir sind noch im Rennen.“
An der Spitze komplettierte Sami Pajari einen frühen Vierfach-Erfolg für Toyota. Dahinter reihten sich die drei Hyundai i20 N Rally1 auf den Plätzen fünf bis sieben ein, angeführt von Thierry Neuville mit 6,7 Sekunden Rückstand.
„Ich bin rein nach Gefühl gefahren“, erklärte der Weltmeister von 2024. „Ich bremse extrem früh, weil ich nicht sicher bin, ob das Auto wirklich verzögert. Im Verlauf der Prüfung wurde das Gefühl etwas besser – hoffentlich hilft uns das morgen.“
Adrien Fourmaux und Esapekka Lappi folgten dicht dahinter mit jeweils gut einer Sekunde Abstand auf den vorausfahrenden Hyundai.
Josh McErlean war bester M-Sport-Fahrer, obwohl seine Sicht beeinträchtigt war: „Die Frontscheibe ist auf halber Strecke beschlagen.“ Mit 15,7 Sekunden Rückstand hielt er sich dennoch vor Teamkollege Mārtiņš Sesks, der weitere 2,5 Sekunden verlor.
Zwischenstand nach WP 1 von 18
| 1. | Oliver Solberg / Elliott Edmondson | Toyota GR Yaris Rally1 | 5:53.1 |
| 2. | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | +3.8 |
| 3. | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +4.4 |
| 4. | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +5.6 |
| 5. | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +6.7 |
| 6. | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +7.9 |
| 7. | Esapekka Lappi / Enni Malkonen | Hyundai i20 N Rally1 | +9.1 |
| 8. | Josh McErlean / Eoin Treacy | Ford Puma Rally1 | +15.7 |
| 9. | Martins Sesks / Renars Francis | Ford Puma Rally1 | +18.2 |
| 10. | Lorenzo Bertelli / Simone Scattolin | Toyota GR Yaris Rally1 | +26.1 |
