Elfyn Evans (Toyota) hatte den Samstagmorgen noch mit einem Rückstand von 2,8 Sekunden hinter Teamkollege Takamoto Katsuta begonnen, nutzte jedoch dessen Probleme mit Grip und Rhythmus konsequent aus. Der Waliser blieb über den gesamten Tag konstant in den Topzeiten und setzte sich im Verlauf der zweiten Schleife deutlich ab.
„Heute Morgen lief es richtig gut, am Nachmittag war es etwas gemischt. Auf die Reifen aufzupassen ist nicht unbedingt meine Spezialität, aber es war dennoch eine saubere Fahrt“, erklärte Evans, der Katsuta aktuell um 13,3 Sekunden distanzieren kann.
Hinter dem Führungsduo rückte Oliver Solberg (Toyota) zunächst an den beiden Hyundai von Esapekka Lappi und Adrien Fourmaux vorbei und nahm Platz drei ins Visier. Doch Sami Pajari (Toyota) konterte am Nachmittag, gewann zwei der vier Prüfungen und baute seinen Vorsprung auf Solberg von 24 auf 33 Sekunden aus. Damit gerät wiederum Katsuta unter Druck: Er liegt nur noch 12,1 Sekunden vor Pajari. „Noch ein Tag. Heute bin ich nicht wirklich zufrieden, aber wir werden herausfinden, woran es lag. Morgen gebe ich alles“, kündigte Katsuta an.
Solberg zeigte sich mit Rang vier nur bedingt zufrieden: „Zumindest sind wir jetzt Vierter, aber das ist nicht dort, wo ich stehen will. Platz drei war ein weiter Weg, aber Platz 4 ist ein kleiner Schritt.“
Lappi bleibt als Gesamtfünfter bester Hyundai-Pilot und verteidigt seine Position gegen Fourmaux, der nach Setup-Anpassungen spürbar zulegen konnte. Der Franzose liegt vor dem punktebringenden Sonntag nur 8,2 Sekunden zurück und will „alles für den Super Sunday optimieren – so wie in Monte Carlo“.
Thierry Neuville belegt Rang sieben und erlebte nach eigener Aussage eine deutlich bessere Etappe als am Freitag, die er als schwierigsten seiner Karriere bezeichnet hatte. Der Belgier konnte sogar eine Bestzeit setzen. „Ich habe meiner Frau versprochen, eine Bestzeit zu fahren – ich habe die Blumen vergessen und dann hat sie gesagt: Dann musst du aber eine Bestzeit fahren“, meinte Neuville.
Hinter ihm folgen die M-Sport-Piloten Jon Armstrong und Josh McErlean, wobei Armstrong mit einer starken Zeit auf WP13 sogar zwei Hyundai hinter sich ließ. Die Top 10 komplettiert WRC2-Spitzenreiter Roope Korhonen, der 16,6 Sekunden vor Teemu Suninen liegt.
Zwischenstand nach WP15 von 18
| 1. | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | 2:05:14.6 |
| 2. | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +13.3 |
| 3. | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +25.4 |
| 4. | Oliver Solberg / Elliott Edmondson | Toyota GR Yaris Rally1 | +58.4 |
| 5. | Esapekka Lappi / Enni Malkonen | Hyundai i20 N Rally1 | +1:09.5 |
| 6. | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +1:17.7 |
| 7. | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +2:10.0 |
| 8. | Jon Armstrong / Shane Byrne | Ford Puma Rally1 | +3:24.8 |
| 9. | Josh McErlean / Eoin Treacy | Ford Puma Rally1 | +4:48.8 |
| 10. | Roope Korhonen / Anssi Viinikka | Toyota GR Yaris Rally2 | +8:24.1 |


