Rallye schlägt Fußball – in Norwegen

Mit Mads Östberg und Andreas Mikkelsen hat Norwegen gleich zwei heiße Eisen im WM-Feuer. Ganz zu schweigen von der Popularität der Solberg-Brüder. Entsprechend groß ist das Interesse am Rallyesport.

25. Januar 2014

Michael Heimrich

Andere Länder, andere Sitten. Während in Deutschland nichts und niemand an König Fußball vorbeikommt, können sich norwegische Motorsportfans über einen Machtwechsel freuen. Den Bericht über die Sigdal-Rallye – Auftakt der Meisterschaft in Norwegen – sahen sich mit 430.000 Zuschauern fast doppelt so viele Menschen an, als im vergangen Jahr bei den Top-Fußballspielen einschalteten – trotz einer späten Sendezeit am Sonntagabend.

„Für den Motorsport in Norwegen ist das eine großartige Nachricht“, freute sich Petter Solberg, der einst als Rallye-Weltmeister den Boom einleitete. „Man sieht, dass die Leute sich auch noch für andere Dinge interessieren als Fußball oder Ski.“

Nach dem deutlichen Quotenzuwachs überlegen die Verantwortlichen die Rallye-Sendungen weiter auszubauen und einen besseren Sendeplatz zu finden.

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