Ogier greift Evans an

Rallye Monte Carlo: Solberg setzt sich ab – Neuville im Graben

Oliver Solberg hat die Rallye Monte Carlo nach der Freitags-Etappe weiter fest im Griff. Dahinter spitzt sich der Kampf um Platz zwei jedoch deutlich zu: Sebastien Ogier setzt Elfyn Evans zunehmend unter Druck.

23. Januar 2026

Michael Heimrich

Oliver Solberg (Toyota) machte am Freitagmorgen dort weiter, wo er am Abend zuvor aufgehört hatte. Mit einer weiteren Bestzeit baute er seinen Vorsprung weiter aus, doch kurz darauf warf ihn ein Reifenschaden vorne links zurück: Der komplette zuvor herausgefahrene Zeitgewinn ging verloren.

Unbeeindruckt davon legte Solberg – der eine deutlich weichere Abstimmung als seine Teamkollegen fährt – im letzten Abschnitt der Vormittagsschleife erneut zu, gewann eine weitere Prüfung und stellte den Abstand zur Konkurrenz wieder auf über eine Minute. Auch am Nachmittag blieb er der Maßstab, wenngleich der Fokus nun stärker auf das Duell hinter ihm rückte.

Dort meldete sich Sebastien Ogier (Toyota) eindrucksvoll zurück. Auf WP8 halbierte der neunfache Weltmeister den Rückstand auf Elfyn Evans (Toyota) mit einer überlegenen Bestzeit und machte den Kampf um Rang zwei wieder völlig offen. Zwar verlor Solberg auf dieser Prüfung spürbar Zeit auf Ogier, hielt Evans jedoch klar in Schach und verteidigte die Führung souverän.

Unmut kam beim Spitzenreiter dennoch auf: Solberg beklagte deutlich schlechtere Sichtverhältnisse als einige Konkurrenten, da er seine Prüfung bei deutlich weniger Licht absolvieren musste. Auf der letzten Prüfung des Tages waren die Bedingungen dann für alle gleich – Solberg nahm bewusst Tempo heraus und brachte den Tag kontrolliert ins Ziel. Nach neun Wertungsprüfungen beträgt sein Vorsprung nun 1:08,4 Minuten.

Im Kampf um Platz zwei setzte Ogier seinen Vormarsch fort. Mit der nächsten starken Zeit nahm er Evans weitere Sekunden ab und verkürzte den Rückstand bis zum Tagesende auf nur noch 6,5 Sekunden. Zur Mittagszeit hatte der Abstand noch mehr als eine halbe Minute betragen.

Evans zeigte sich selbstkritisch und räumte ein, nicht kompromisslos genug gefahren zu sein. Ogier hingegen erklärte, dass die Bedingungen am Nachmittag erstmals echte Angriffe zugelassen hätten – ohne Schneematsch und extreme Überraschungen.

Neuville rutscht aus

Für Hyundai verlief der Freitag deutlich schwieriger. Thierry Neuville und Adrien Fourmaux verloren im Verlauf des Nachmittags massiv Zeit. Neuville blieb auf der letzten Prüfung mehrere Minuten in einer Auslaufzone stecken und fiel hinter seinen Teamkollegen zurück. Fourmaux kämpfte zudem mit massiven Elektronikproblemen, unter anderem ohne funktionierende Handbremse und kassierte zusätzlich eine Zeitstrafe.

In der zweiten Hälfte der Top 10 präsentierte sich Jon Armstrong (Ford) bei seinem Rally1- und Monte-Carlo-Debüt solide, verlor jedoch Zeit durch einen fälligen Reifenwechsel. Hayden Paddon (Hyundai) liegt dicht dahinter und kann bislang die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Takamoto Katsuta (Toyota) wurde durch einen Ausfall der Servolenkung weit zurückgeworfen und verlor mehrere Minuten.

In der WRC2 führt Léo Rossel (Citroën) das Klassement an, während Nikolay Gryazin bei seinem ersten Einsatz mit dem Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale nur hauchdünn hinter Eric Camilli (Skoda) auf Rang drei liegt.

Zwischenstand nach WP 9 von 17

PlatzFahrer / BeifahrerFahrzeugZeit
1.Oliver Solberg / Elliott EdmondsonToyota GR Yaris Rally12:11:13.1
2.Elfyn Evans / Scott MartinToyota GR Yaris Rally1+1:08.4
3.Sebastien Ogier / Vincent LandaisToyota GR Yaris Rally1+1:14.9
4.Adrien Fourmaux / Alexandre CoriaHyundai i20 N Rally1+5:05.2
5.Thierry Neuville / Martijn WydaegheHyundai i20 N Rally1+6:05.3
6.Jon Armstrong / Shane ByrneFord Puma Rally1+7:18.8
7.Hayden Paddon / John KennardHyundai i20 N Rally1+7:42.1
8.Leo Rossel / Guillaume MercoretCitroen C3 Rally2+8:27.5
9.Eric Camilli / Thibault de la HayeSkoda Fabia RS Rally2+9:07.1
10.Nikolay Gryazin / Konstantin AleksandrovLancia Ypsilon Rally2 +9:08.8
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