Vorzeitiger Abbruch

Rallye Monte Carlo: Solberg nach turbulentem Auftakt vorn

Auch in diesem Jahr war der Auftakt der Rallye Monte Carlo äußerst turbulent. Nach den ersten drei Wertungsprüfungen führt Oliver Solberg die Gesamtwertung an.

22. Januar 2026

Michael Heimrich

Oliver-Solberg-Rallye-Monte-Carlo-2026

Den Auftakt der neuen Saison entschied zunächst Elfyn Evans (Toyota) für sich. Auf der nassen ersten Prüfung setzte sich der Toyota-Pilot um 5,6 Sekunden gegen Oliver Solberg (Toyota) durch. Doch auf der zweiten Wertungsprüfung änderten sich die Bedingungen drastisch. Schnee und Eis machten die Strecke extrem anspruchsvoll und wurden zur Bühne für Solbergs Husarenritt.

Der Schwede riskierte mehr als alle anderen und distanzierte das Feld um über 30 Sekunden. Allein auf dem letzten Kilometer nahm er der Konkurrenz 18 Sekunden ab und übernahm damit klar die Führung. Mit einem Polster von 25,5 Sekunden ging Solberg in die abschließende Prüfung des Abends, auf der die Fahrbahn zwar besser war, dichter Nebel im letzten Abschnitt jedoch erneut für schwierige Verhältnisse sorgte.

Die Bestzeit auf dieser dritten Prüfung ging an Sebastien Ogier (Toyota), allerdings beklagten sich nahezu alle Fahrer über extrem schlechte Sicht. Sowohl Evans als auch Thierry Neuville (Hyundai) forderten im Ziel sogar den Abbruch der Prüfung. Nachdem sieben Rally1-Fahrzeuge das Ziel erreicht hatten, wurde die Wertungsprüfung schließlich mit der Roten Flagge gestoppt. Jon Armstrong (Ford) und Hayden Paddon (Hyundai) erhielten Zeiten durch die Sportkommissare. Armstrong hatte sich bis dahin stark präsentiert und lag vor der dritten Prüfung auf Rang drei – ein bemerkenswerter Einstand in seinen ersten Rally1-Einsatz. 

Hinter Solberg und Evans ist die weitere Reihenfolge nach dem turbulenten Abend noch nicht endgültig geklärt. Ogier liegt nach einem schwierigen Start, inklusive eines Zeitverlusts von über einer Minute auf der zweiten Prüfung, 1:08,6 Minuten zurück. Hinter ihm folgt Neuville, der sich vor seinen Hyundai-Teamkollegen Adrien Fourmaux schob. Fourmaux war auf der dritten Prüfung kurz in einem Graben hängen geblieben – verursacht durch dichten Nebel und zusätzlich aufgewirbelten Rauch von Raketen und Bengalos der Zuschauer.

Takamoto Katsuta (Toyota) ging im Nebel keinerlei Risiko ein und liegt 39,2 Sekunden hinter Fourmaux. Gregoire Munster (Ford) büßte mehr als zwei Minuten ein, nachdem seine Servolenkung ausgefallen war. Auch Paddon zeigte sich nach dem Zieleinlauf erleichtert und sprach von einem Abend, der „wirklich alles geboten“ habe.

Die ersten Ausfälle

Für Sami Pajari (Toyota) und Josh McErlean (Ford) war der Donnerstagabend vorzeitig beendet. Beide schieden auf der zweiten Prüfung an derselben vereisten Ecke aus – McErlean rutschte von der Strecke, Pajari beschädigte nach einer Kollision mit einer Brücke sein linkes Hinterrad.

In der WRC2-Kategorie übernahm Eric Camilli im Skoda die Führung. Für die beiden Lancia-Piloten verlief der Abend dagegen enttäuschend: Yohan Rossel beschädigte bereits auf der ersten Prüfung ein Rad, Nikolay Gryazin kämpfte mit einem defekten Fahrwerk.

Zwischenstand folgt nach Entscheidung der Sportkommissare

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