Toyota-Pilot Sami Pajari hat sich am Ende des ersten Tages der Rallye Kroatien an der Spitze behauptet und dabei insbesondere von den frühen Ausfällen seiner Teamkollegen profitiert. Nachdem sowohl Oliver Solberg als auch Elfyn Evans bereits am Vormittag ausgeschieden waren, rückten Pajari und Takamoto Katsuta in den Mittelpunkt. Gemeinsam mussten sie sich gegen den Angriff von Thierry Neuville (Hyundai) im Hyundai behaupten.
Zunächst konnte Katsuta Rang zwei übernehmen, doch Neuville konterte im weiteren Verlauf mit zwei Bestzeiten und brachte sich zurück in Schlagdistanz zur Spitze. Vor der abschließenden Prüfung war der Rückstand auf Pajari bereits auf 6,3 Sekunden geschrumpft. Auf der letzten Wertungsprüfung fehlte dem Belgier jedoch das nötige Tempo, sodass er weitere Zeit einbüßte und der Abstand wieder auf 13,7 Sekunden anwuchs. Gleichzeitig rückte Katsuta bis auf 0,9 Sekunden an Neuville heran und sorgt damit für zusätzliche Spannung im Kampf um Platz zwei.
„Die Konkurrenz ist so stark, dass man pushen muss“, erklärte Pajari. „Der Vormittag war nicht ganz einfach, aber der Nachmittag war richtig gut. Es ist erst ein Tag vorbei, aber es fühlt sich sehr gut an – es hat heute richtig Spaß gemacht zu fahren.“
Neuville: „Das ist positiv“
Neuville hatte vor allem auf den ersten und letzten Prüfungen des Tages mit der Balance seines Fahrzeugs zu kämpfen, zeigte sich aber dennoch zufrieden mit der generellen Entwicklung und den neuen Streckenabschnitten. „Ähnlich wie bei der ersten Durchfahrt auf dieser Prüfung“, sagte er. „In diesen langen Kurven fehlt einfach die Balance: Vollgas, aber starkes Untersteuern. Ich glaube, das war der Tag, auf den wir lange gewartet haben. Wir haben den ganzen Tag gelächelt und konnten es mehr genießen, das ist positiv.“
Hinter den Top drei profitierte Hayden Paddon (Hyundai) von der Aufgabe Jon Armstrongs (Ford) und sicherte sich Rang vier. Adrien Fourmaux (Hyundai) rückte auf Platz fünf vor, nachdem Josh McErlean (Ford) durch einen Reifenschaden viel Zeit verloren hatte. Der Ford-Pilot traf beim Schneiden einer Kurve einen Stein, musste das Rad wechseln und büßte rund zwei Minuten ein. Zusätzlich musste er später Platz machen, als Paddon von hinten auflief.
Schnellster Rally2-Pilot ist Yohan Rossel im Lancia, der nach den Ausfällen in der Spitzengruppe bereits den sechsten Platz in der Gesamtwertung belegt.
Am Samstag stehen acht weitere Wertungsprüfungen auf dem Programm. Los geht es um 8:43 Uhr.
Zwischenstand nach WP 8 von 20
| 1 | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | 1:12:18.5 |
| 2 | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +13.7 |
| 3 | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +14.6 |
| 4 | Hayden Paddon / John Kennard | Hyundai i20 N Rally1 | +1:15.0 |
| 5 | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +1:54.6 |
| 6 | Yohan Rossel / Arnaud Dunand | Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale | +2:45.9 |
| 7 | Nikolay Gryazin / Aleksandrov K. | Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale | +3:08.0 |
| 8 | Alejandro Cachón / Borja Rozada | Toyota GR Yaris Rally2 | +3:27.9 |
| 9 | Léo Rossel / Guillaume Mercoiret | Citroën C3 Rally2 | +3:35.1 |
| 10 | Roope Korhonen / Anssi Viinikka | Toyota GR Yaris Rally2 | +3:47.0 |

