Rallye Estland: Erst das Aus, nun winkt der WM-Status

Die Rallye Estland war bereits abgesagt, doch nun haben sich die Gemüter wieder beruhigt, denn die Veranstaltung könnte plötzlich Teil der Rallye-Weltmeisterschaft werden.

17. Juni 2020

Michael Heimrich

Seit zehn Jahren kämpft Ex-Werksfahrer Urmo Aaava darum, die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in seine Heimat zu bringen. Doch trotz massiver Unterstützung durch die Politik scheiterten bislang alle Versuche. Lediglich als „offizieller WRC-PR-Lauf“ durfte sich die Rallye Estland im Vorjahr bezeichnen, jedoch verbunden mit der Aussage, dass es auch künftig schwer werden würde, für sie einen Platz in der Topliga zu finden.

Anschließend folgten noch interne Streitigkeiten, denn der Verband legte plötzlich fest, neue Gebühren für Veranstaltungen zu erheben, die vier Prozent des gesamten Budgets betragen. Mit dem Geld wollte man Nachwuchsfahrer unterstützen, um den nächsten Markko Märtin und Ott Tänank finden. Aava und sein Team fühlten sich überrumpelt und betonten, dass man einen Vertrag mit dem Verband bis 2023 habe, der eine solche Gebühr nicht vorsieht. Die Rallye wurde abgesagt.

Corona-Krise sorgt für Umdenken

Dann kam Corona und plötzlich ist die Welt eine andere. Weil eine ganze Reihe von WM-Läufe abgesagt wurde, gerät der WRC-Promoter unter Druck und muss sich nach Alternativen umschauen. Jetzt machte sich bezahlt, dass die Rallye Estland 2019 unter WM-Bedingungen stattfand und eine positive Bewertung bekam.

„Ich kann bestätigen, dass wir eine Anfrage vom WRC-Promotor erhalten haben, in diesem Jahr einen WM-Lauf in Estland zu organisieren“, verriet Urmo Aava voller Stolz.

Diese einmalige Chance will man sich im Baltikum natürlich nicht entgehen lassen. Das Kriegsbeil zwischen Verband und Veranstalter scheint begraben, denn zügig wurden verschiedene Stellen informiert, um alle notwendigen Schritte für eine Genehmigung in die Wege zu leiten.

„Danach können wir Gespräche mit der FIA und dem WRC-Promoter aufnehmen“, so Aava. „Unser Ziel ist es, die bestmöglichen Bedingungen für Estland und den hiesigen Motorsport zu schaffen, um einen WM-Lauf zu organisieren und dadurch so viel weltweite Aufmerksamkeit wie möglich zu bekommen.“

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