Rätselraten im Servicepark

Der leichte Wetterumschung in Schweden macht die Situation für die Piloten nicht einfacher. Sie erwartet eine schwieriges Wochenende beim zweiten WM-Lauf.

10. Februar 2005

Michael Heimrich

Besonders nachdenklich wirkte der Weltmeister. Vorjahressieger Sebastien Loeb muss Dank seiner WM-Führung am Freitagamorgen als erster Fahrer auf die Strecke und eine Spur durch den frisch gefallenen Schnee legen. Ein Zeitverlust ist vorprorammiert und der Franzose fürchtet um seine Siegchancen.

„Es wird sehr schwierig, vor allem als Erster auf die Strecke zu gehen. Gestern sah es noch sehr gut aus. Wir hatten keinen Schnee und die Bedingungen war für alle gleich. Jetzt ist es für mich schwerer geworden und sollte es so bleiben, wird es unmöglich für mich sein, hier zu gewinnen“, so Loeb.

Ganz anders sieht es Marcus Grönholm, der mit wenig Schnee rechnet und die später startenden Fahrer im Nachteil sieht. Diese würden auf den aufgebrochenen Schotterstrecken viel Zeit verlieren. „Wenn es so kommt, dann ist Loeb im Vorteil“, glaubt der Finne, der sich vor allem um seine Reifen Sorgen macht, da Partner Pirelli die gewünschten Pneus mit kürzeren Spikes nicht mehr rechtzeitig liefern konnte. „Jetzt müssen wir mal die ersten Prüfungen abwarten.“

Die Reifenfrage könnte sich rasch zu einem Sicherheitsrisiko entwickeln. Der Schotter reisst die Spikes aus den Profilblöcken und durch den ständigen Wechsel zwischen losem Untergrund und Eisplatten sind Ausrutscher vorprogrammiert. Viele Piloten rechnen auch mit einer Vielzahl von Reifenschäden, welche durch den übermäßigen Verschleiß entstehen könnten. „Wenn jemand abfliegt, dann aber richtig“, sagt Skoda-Pilot Jane Tuohino voraus. „Nur wenn Schnee liegt, wird es gehen, aber sonst hat man sich nach 20 Kilometern die Reifen ruiniert.“

„Hinter dem Wetter steht weiter ein großes Fragezeichen und natürlich wie die Reifen funktionieren werden“, meint Harri Rovanperä. „Ok, es hat in der vergangenen Nacht geschneit, aber es müsste viel kälter werden damit sich die Bedingungen verbessern. Ich hoffe wir bekommen morgen mehr Schnee und kein Regen. Es ist jedenfalls keine normale Rallye Schweden, denn wir haben nicht die Snowbanks, welche uns mehr Sicherheit geben. Wir müssen nun viel vorsichtiger sein und mehr Informationen in unseren Aufschrieb packen.“

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