PSA: Peugeot-Hybrid hat Vorrang vor WRC

Weil Peugeot nach Le Man zurückkehrt, musste Citroën die Hybrid-Pläne für die Rallye-Weltmeisterschaft stoppen.

20. November 2019

Michael Heimrich

Das Telefon von Citroën-Teamchef Pierre Budar stand heute nicht still. Kurz vor der Mittagszeit verkündete sein Team den Ausstieg aus der Rallye-Weltmeisterschaft. Man konnte sich nicht über eine weitere Zusammenarbeit mit Sebastien Ogier einigen und nachdem dieser scheinbar bei Toyota sein Glück versucht, zogen die Verantwortlichen kurzerhand den Stecker.

„Wenn man um die Meisterschaft kämpfen will, dann braucht man einen der drei Großen“, sagte Budar und spielte auf Ogier, Thierry Neuville und Weltmeister Ott Tänak an. „Wenn man keinen von ihnen bekommen kann, dann muss man eine Entscheidung fällen. Das haben wir getan.“

Ogier lag lange Zeit im Rennen um den Titel, doch klagte oft genug über sein Auto. Der C3 WRC hatte von Anfang an ein Problem, an dem viele Fahrer scheiterten, selbst Ogier. Budar glaubt dennoch, dass man 2020 konkurrenzfähig gewesen wäre: „Wir haben sehr viel entwickelt und ich bin überzeugt, dass wir in der nächsten Saison in einer viel besseren Situation gewesen wären.“

Ogier ließ nicht mehr überzeugen

Trotz dieser Aussicht ließ sich Ogier nicht umstimmen. „Wir hatten einige Gespräche mit Sebastien, der uns seit geraumer Zeit verlassen will. Wir haben versucht, ihn zu überzeugen und über die neuen Entwicklungen gesprochen, die wir zur Rallye Monte Carlo haben werden, aber andere Argumente haben ihn offenbar mehr überzeugt“, bedauert Budar.

Der Citroën-Vertrag von Ogier läuft noch bis Ende 2020, jetzt wird es darum gehen, eine Lösung zu finden. „In der Tat liegt eine Vertragsverletzung vor“, so Budar. „Entweder wir sehen uns vor Gericht oder wir finden eine einvernehmliche Lösung mit Sebastien.“

Peugeot macht Hybrid, nicht Citroën

Selbst wenn sich Ogier dazu entschlossen hätte, noch ein Jahr dranzuhängen, war die Zukunft von Citroën in der WRC besiegelt. Obwohl man sich zu Beginn des Jahres vehement für die Einführung des Hybrid-Antriebs in der Rallye-WM stark gemacht hatte, wäre es zum Ausstieg gekommen, denn im PSA-Konzern wurde der Fokus auf das neue Le Mans-Projekt von Peugeot gerichtet. „Wir haben außerdem noch DS in der Formel E und hätten kein drittes großes Programm auf diesem Niveau bewerkstelligen können“, so Budar.

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