Prokop rätselt über Ursache

Für Martin Prokop endete die Rallye Deutschland und mit einer großen Enttäuschung. Sein Ford Fiesta WRC brannte auf der dritten Prüfung völlig aus. Der Versuch die Ursache zu ermitteln ist aussichtslos.

25. August 2012

Michael Heimrich

Martin Prokop traute seinen Augen nicht. "Wir haben in die Spiegel geschaut und sahen plötzlich große Flammen", schilderte der Tscheche die Ereignisse auf der dritten Prüfung der Rallye Deutschland. "Dann kam auch schon der Rauch ins Auto. Alles ging sehr schnell." Prokop und sein Beifahrer Zdenek Hruza kletterten zwar rechtzeitig aus dem Auto und blieben unverletzt, sie mussten aber anschließend hilflos mit ansehen, wie das Feuer den Ford Fiesta WRC völlig auffraß.

"Das Ganze passierte zwei Kilometer vor dem Ende der Prüfung. Ich dachte zunächst, ich schaffe es bis dorthin, aber es war nicht mehr zu packen", sagte Prokop. "Das Problem war, dass die Feuerwehr 18 Minuten gebraucht hat, bis sie bei uns war und es war nicht möglich, das Auto zu retten, obwohl wir mit einigen Feuerlöschern versucht haben, das Feuer zu löschen. Aber es half alles nichts. Jetzt ist der Fiesta völlig zerstört. Ich konnte nur noch mein Handy aus dem Auto retten."

Warum der Fiesta in Brand geriet, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Auch Prokop macht sich wenig Hoffnungen, im abgebrannten Wrack noch irgendwelche Hinweise aufzuspüren. "Wir werden versuchen Teile zu finden, die gebrochen sind, wie Bremsleitungen oder Dämpfer. Vielleicht ist irgendwo Öl ausgetreten, denn das Feuer war sehr aggressiv", meinte er und betreibt weitere Ursachenforschung. "Wir hatten zwar einen Plattfuß, aber normalerweise passiert dann nichts. Vielleicht war noch etwas anderes kaputt, denn wir hatten keinen Unfall!" 

Prokop rätselt aber nicht nur über die Brandursache und warum der Veranstalter die Prüfung nicht früher unterbrach, damit die Feuerwehr zu ihm kommen konnte, er fragt sich auch, warum die anderen Fahrer nicht anhielten. "Einzig Ott Tänak war Sportsmann genug zu stoppen und nachzufragen, doch zu diesem Zeitpunkt war das Auto verloren", erklärte Prokop und forderte: "Die FIA und die Veranstalter sollten sich künftig auf solche Situationen besser vorbereiten."

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