Ogier setzt sich ab

Die Bedingungen in Finnland verschärfen sich. Steinbrocken bringen mehrere Fahrer in Schwierigkeiten. Sébastien Ogier kommt durch und baut die Führung auf über eine halbe Minute aus. Thierry Neuville übernimmt Rang zwei von Mads Östberg. Andreas Mikkelsen muss den Polo abstellen.

2. August 2013

Michael Heimrich

Sébastien Ogier weiß, was am Freitag den Unterschied gemacht hat. „Ein guter Tag. Wir sind nicht in die Falle gegangen, haben uns aus allen Schwierigkeiten herausgehalten und vor allem Reifenschäden vermieden“, analysierte der französische WM-Spitzenreiter den Tag. Auf der WP14 konnte Ogier seinen Vorsprung auf Platz zwei – mit Unterstützung der rauen Bedingungen – fast verdreifachen. Denn Mads Östberg, der bis dahin mit Ogier Schritt gehalten hatte, kam mit einer beschädigten Felge über die Ziellinie.

 

„Langsam wird es zur Lotterie, überall sind Steine“, ärgerte sich Östberg, der nicht nur Ogier ziehen lassen musste, sondern auch noch den zweiten Platz an Teamkollege Neuville abgab. Den Belgier hatte auf der vorigen WP das gleiche Schicksal getroffen, und auch bei der WP14 sprang ihm ein Reifen von der Felge. „Aber wir sind ins Ziel gekommen. Das war ein schwieriger Nachmittag, aber wir sind fehlerfrei geblieben“, fasste Neuville zusammen. Nach der Zuschauerprüfung zum Abschluss des Tages, die erneut Ogier gewann, liegt Neuville 38,1 Sekunden hinter dem Spitzenreiter und nur 0,9 Sekunden vor Östberg.

 

Mikko Hirvonen hatte sich als Erster aus dem Kampf um die Spitze verabschiedet. „Wir haben uns praktisch in der Luft gedreht. Ich habe keine Ahnung, wie wir es geschafft haben, nicht komplett abzufliegen. Das war Riesenglück!“, erklärte Hirvonen, weshalb er auf der WP12 23,6 Sekunden verloren hatte. Der Finne kam anschließend nicht mehr mit dem Handling des DS3 klar und hat nun eine Minute Rückstand auf Ogier. „That’s life.“

 

Für Andreas Mikkelsen kam es noch dicker. Der Norweger im Volkswagen-Team konnte sich nicht erklären, was passiert war. „Das Rad ist einfach abgeflogen, ohne dass ich irgendwo angeschlagen bin“. Mikkelsen musste die zwei Kilometer lange WP Killeri auslassen und kassiert fünf Strafminuten. Kris Meeke dagegen hatte auf der vorletzten WP Glück. „Ein dicker Felsbrocken war mitten im Weg. Ich bin froh, dass wir hier sind. Das ist der beste schwierige Tag, den ich je hatte.“ Außerdem darf er nach dem Zwischenfall mit Novikov auf eine Zeitgutschrift hoffen.

 

Bei Dani Sordo scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein. Der Spanier kam im Laufe des Nachmittags immer näher an die Zeiten der Topleute heran und beendet die zweite Etappe hinter einem starken Jarkko Nikara auf Rang sieben, vor WRC2-Spitzenreiter Jari Ketomaa und Evgeny Novikov. Auch für Latvala verlief der Tag ohne Probleme. „Ein sauberer Tag, ohne Fehler. Die WP14 war wirklich fantastisch“. Martin Prokop ist nach einem Kühlerschaden definitiv ausgeschieden, weil der Motor zu stark beschädigt ist.

 

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