Ogier: „Ich fahre für mich“

Schon vor dem Start der Rallye Sardinien ist Sebastien Ogier frustriert. Zwei Tage lang wird er die Strecke für seine Konkurrenten kehren und einen klaren Nachteil haben. Das leidige Stichwort ‚Startreihenfolge’ war am Vorabend des italienischen WM-Laufs erneut ein Thema.

11. Juni 2015

Michael Heimrich

Schon vor dem Start der Rallye Sardinien ist Sebastien Ogier frustriert. Zwei Tage lang wird er die Strecke für seine Konkurrenten kehren und einen klaren Nachteil haben. Das leidige Stichwort ‚Startreihenfolge’ war am Vorabend des italienischen WM-Laufs erneut ein Thema.
„Lass uns besser nicht über die Startreihenfolge reden, denn meine Meinung dazu ist klar!“ – Sebastien Ogier will eigentlich keine erneute Diskussion über das Thema, das ihn seit Monaten beschäftigt, doch der Frust sitzt tiefer als er möchte. Erneut bricht es aus dem Franzosen heraus: „Auch wenn ich damit anecke, mich einige Leute nicht verstehen wollen, oder mit meiner klaren und offenen Meinung dazu nicht klarkommen, damit kann ich leben. Ich fahre Rallyes für mich und nicht für die Fans. Ich nehme an einem Wettbewerb teil und will eine faire Chance haben zu gewinnen. Ich verstehe einfach nicht, warum der Rallyesport diese Art der Reglementierung wie die aktuelle Startreihenfolge braucht.“

Vor allem seine Aussage im Ziel der Rallye Portugal sorgte für großen Wirbel. Dort hatte Ogier erklärt, dass nach seinem zweiten Platz einige Leute sicher froh seien, dass nicht der Beste gewonnen hätte. Gemeint war die FIA, die für diese Saison verfügte, dass der Tabellenführer Tage lang dem Rest des Feldes die Straße zu fegen hat – eine Regel, eingeführt um Überflieger Ogier einzubremsen.
„Ich habe nicht gesagt dass ich der Beste bin, sondern gesagt, dass sich einige freuen, dass hier nicht der Beste gewonnen hat. In Portugal bin ich eine tolle Rallye gefahren und hatte keine echte Chance zu gewinnen“, so Ogier.
Trotz des sommerlichen Wetters auf Sardinien kam am Vorabend des italienischen WM-Laufs keine gute Stimmung beim Weltmeister auf. „Hier wird es noch schlimmer, auch wegen der enormen Hitze. In Portugal hatten wir am Morgen und in den Bergen rund 10 Grad, hier 25, also ist ein Pokern mit soften Reifen fast nicht möglich“, erklärt Ogier, der mit bisher stets mit einer cleveren Reifenstrategie glänzen konnte. „Einziger kleiner Vorteil: Die Strecken sind so eng, dass es egal ist, ob ein Topfahrer mit Rally2 vor mir auf die Strecke muss, oder ein etwas schwächer Pilot. Auf den breiten Pisten von Argentinien oder Finnland macht das einen Riesenunterschied, denn nur die Topleute fahren eine ähnliche Linie wie ich, von der wir profitieren könnten.“

VIDEO: Rallye Portugal Highlights



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