Ogier führt vor Latvala

Der vermeintliche Nachteil als erster Fahrer in die Prüfungen starten zu müssen entpuppt sich zu Beginn der Rallye Schweden als Vorteil. Sebastien Ogier führt den Winterklassiker vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala an.

13. Februar 2015

Michael Heimrich

Die Laune von Sebastien Ogier dürfte sich deutlich gebessert haben. Nachdem er noch gestern Abend über seinen Nachteil als erster Starter philosophiert hatte, führt der Weltmeister die Rallye Schweden nach der ersten Schleife mit 9,1 Sekunden an. „Insgesamt war es in guter Morgen für uns“, freute sich der Franzose. Hinter Ogier sorgen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen für eine VW-Dreifachführung, Mads Östberg ist als bester Citroën-Pilot nur Vierter und hat bereits einen Rückstand von 22 Sekunden.
„Das erste Auto scheint einen Vorteil zu haben, denn dann bietet die Strecke mehr Grip“, sagte Östberg. „Aber ich bin soweit zufrieden. Wir liegen dicht hinter Mikkelsen und sind nicht so weit weg von den anderen VW-Piloten.“


Östbergs Teamkollege Kris Meeke verlor durch einen Dreher auf der vierten Prüfung über 20 Sekunden. „Bei hohem Tempo haben wir eine Schneewand getroffen und uns um 360 Grad gedreht. Das hier ist noch immer alles neu für mich und gehört zu meinem Lernprozess“, sagte der Citroën-Pilot, dem 17,2 Sekunden auf Hyundai-Speerspitze Thierry Neuville fehlen. Der Belgier war mit seinem Morgen nicht zufrieden. „Wir sind zwar gut durchgekommen. Aber die Zeiten sind miserabel“, so Neuville, der im Moment Platz 5 belegt.

Abbring im Schweden-Fieber

Für Hyundai-Pilot Kevin Abbring gab es in Schweden jede Menge Neues. Es ist nicht nur der erste Einsatz im World Rally Car für den Holländer, er startet auch zum ersten Mal beim Winterklassiker der Weltmeisterschaft. „Es sind fantastische Prüfungen, aber noch nie habe ich so viel an meinem Aufschrieb korrigiert“, sagte Abbring, der nach einem Ausrutscher auf der ersten Tagesprüfung über zweieinhalb Minuten Rückstand hat. „Meine Brille beschlug plötzlich und ich konnte die Kurven nicht mehr erkennen. Prompt steckten wir im Schnee fest“, erklärte er seinen Abflug.
Größere Probleme hatten die Ford-Piloten. M-Sport-Junior Elfyn Evans fand noch nicht das richtige Vertrauen und Rhythmus und liegt mit über einer Minute Rückstand auf dem siebten Rang. Teamkollege Ott Tänak büßte wegen eines Fehlers im Aufschrieb als er sich auf der zweiten Prüfung in eine Schneewehe bohrte und deshalb nur Achter ist. Hinter ihnen mühen sich die beiden Privatiers Robert Kubica und Martin Prokop auf den Plätzen 9 und 10 ab. Auch Auftaktsieger Pontus Tidemand (Ford Fiesta RRC) verliert am Morgen viel Zeit und muss seine Führung in der WRC2 an Markenkollegen Jari Ketomaa abtreten.

Zwischenstand nach 5 von 21 Prüfungen

1. S. Ogier / J. Ingrassia Volkswagen Polo R WRC 36:40.6
2. J. Latvala / M. Anttila Volkswagen Polo R WRC +9.1
3. A. Mikkelsen / O. Floene Volkswagen Polo R WRC +19.6
4. M. Ostberg / J. Andersson Citroen DS3 WRC +22.0
5. T. Neuville / N. Gilsoul Hyundai i20 WRC +36.8
6. K. Meeke / P. Nagle Citroen DS3 WRC +54.0
7. E. Evans / D. Barritt Ford Fiesta RS WRC +1:01.5
8. O. Tanak / R. Molder Ford Fiesta RS WRC +1:04.5
9. R. Kubica / M. Szczepaniak Ford Fiesta WRC +1:09.7
10. M. Prokop / J. Tomanek Ford Fiesta RS WRC +1:25.5

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