Ogier baut Führung aus

Kaum ein Fahrer kommt ganz ohne Probleme durch die längste WP der Rallye Argentinien. Große Verschiebungen gibt es zum Ende des Tages aber nicht. Sébastien Ogier fährt die nächste Bestzeit und kann sich leicht absetzen - für Argentinien aber nicht genug.

2. Mai 2013

Michael Heimrich

Mit seiner vierten Bestzeit kann sich Sébastien Ogier am Ende der ersten Etappe etwas von der Konkurrenz absetzen. Trotz eines schleichenden Plattfußes legte der Franzose die 51,88 Kilometer lange WP „Ascochinga / Agua de Oro 2“ in 38:08,6 Minuten zurück – 2,1 Sekunden schneller als Mikko Hirvonen und 3,8 Sekunden schneller als Sébastien Loeb. „Das war eine gute WP für uns. Ein kleiner Reifenschaden, aber wir haben nichts berührt, sind nur durch ein Wasserloch gefahren“, blieb Ogier ruhig.

Der WM-Führende hat 16,3 Sekunden Vorsprung auf Loeb, der sich über die falsche Reifenwahl – fünf harte Pneus, dabei regnete es heftig – ärgerte: „Wir hatten die Info, dass es heute Nachmittag komplett trocken bleibt. Das war wohl nix. Aber morgen geht es weiter.“ Auch Mikko Hirvonen, der auf die gleiche Wahl wie Teamkollege Loeb gesetzt hatte, war damit nicht zufrieden. Außerdem kämpfte er mit Sichtproblemen. „Meine Windschutzscheibe war total beschlagen, daher habe ich zum Ende hin viel Zeit verloren“, erklärte Hirvonen, der mit nur 1,8 Sekunden Rückstand auf Loeb in den Freitag startet, im Tagesziel.

Noch dicker kam es für Jari-Matti Latvala. Die Handbremse seines VW Polo fiel aus, der Finne war 13,2 Sekunden langsamer als Ogier und belegt hinter Mikko Hirvonen weiter Rang vier. „Ich bin furchtbar sauer, ich hätte viel schneller sein können“, ärgerte sich Latvala im Ziel. Er hat bereits 40,7 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Ogier. Neuer Fünfter ist Evgeny Novikov, der sich an Andreas Mikkelsen vorbei schob. Mikkelsens Erklärung: „Wir sind auf Martin Prokop aufgelaufen, das hat Zeit gekostet.“

Aber auch Novikov war froh, dass er den Tag hinter sich gebracht hatte. „Es war äußerst neblig, und es hat stark geregnet. Diese WP ging einfach nicht zu Ende“, seufzte der Russe im Ziel. Rang sieben belegt sein Teamkollege Thierry Neuville. „Wir haben versucht, ohne Risiko durchzukommen. Wie wir gesehen haben, kann hier viel passieren“, erklärte der Belgier seine Taktik. Neuville liegt 17,4 Sekunden hinter Mikkelsen und über zwei Minuten hinter der Spitze. 

Mit schon über sechseinhalb Minuten Rückstand belegt Martin Prokop Rang acht. Prokop überschlug sich, brachte seinen Ford Fiesta im Gegensatz zu Mini-Fahrer Michal Kosciuszko aber über die Ziellinie. Und trotz des Überschlags machte Prokop sogar einen Platz gut: Er zog an dem Argentinier Gabriel Pozzo, an dessen Fiesta die Servolenkung ausfiel, vorbei. Dani Sordo fand nach dem Unfall auf der gleichen WP am Vormittag kein Vertrauen und muss sich vorerst mit Rang zehn begnügen.

In der WRC2-Wertung liegt Abdulaziz Al-Kuwari an der Spitze – mit dem enormen Vorsprung von viereinhalb Minuten auf Yuri Protasov. Armin Kremer belegt nach den Schwierigkeiten vom Morgen mit 8:26,8 Minuten Rang fünf. Am Freitag warten 165,74 Wertungskilometer – 40 Prozent der gesamten Strecke – auf die Fahrer.

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