Mouton und der italienische Kapitän

Krisensitzung am Rande der Rallye Schweden. Die FIA diskutiert intensiv mit den Herstellern über die aktuelle Lage der Rallye-WM. Alle Seiten suchen händeringend nach Lösungen und WM-Managerin Michele Mouton macht klar: Sie wird die Brücke auch in diesen schweren Zeiten nicht verlassen.

11. Februar 2012

Michael Heimrich

Michele Mouton gibt sich kämpferisch wie zu besten Quattro-Zeiten. Damals versohlte der "Schwarze Vulkan" der männlichen Konkurrenz regelmäßig den Hintern und kämpfte mit Walter Röhrl um den Titel. Jetzt hat sie FIA-Präsident Jean Todt als Managerin der Rallye-WM eingesetzt, sie soll als Bindeglied zwischen allen Beteiligten agieren.

 

Es sind keine einfache Zeiten, die Mouton zu Beginn ihrer neuen Funktion erlebt. Die Weltmeisterschaft steht ohne Promoter da, die Hersteller maulen über die schlechte Vermarktung und fehlende TV-Zeiten und die fällige Internationalisierung mit neuen WM-Läufen fällt ebenfalls schwerer als erwartet.

 

"Wir haben im vergangenen Jahr einiges auf den Weg gebracht. Doch plötzlich hat sich alles verändert", so die WM-Managerin. "Die Situation ist sehr schwierig. Aber wir sind nicht wie ein italienischer Kapitän, wir werden die Brücke jetzt nicht verlassen", spielt Mouton auf Kapitän Schettino an, der sein in Not geratenes Schiff "Costa Concordia" als einer der ersten verlassen hatte. "Wir führen intensive Gespräche und ich bin zuversichtlich, dass wir bald Lösungen präsentieren können."

 

Schon am Dienstag rief Mouton zusammen mit Rallye-WM-Kommissionspräsident Jarmo Mahonen die Vertreter der Hersteller, sowie einiger WM-Läufe, darunter die akut betroffenen Schweden nach Paris, um die aktuellen Lage zu besprechen. Nur drei Tage später setzen sich im Servicepark in Hagfors die Hersteller erneut mit Mouton und Mahonen zusammen und erörterten ein weiteres Mal verschiedene Ansätze. "Sie werden keine Detail von mir hören. Doch jedem dürfte klar sein, dass so etwas nicht auf die Schnelle gelöst werden kann. Man muss viele Aspekte beachten, zum Beispiel das Europäische Recht."

 

Zu den gescheiterten Verhandlungen mit Eurosport Events sagt die FIA-Vertreterin: "Wenn wir nicht davon überzeugt gewesen wären, dass es eine gute Lösung ist, hätten wir sicher nicht so lange miteinander gesprochen.  Wir wissen, dass wir kurzfristig ein paar Lösungen für die laufende Saison finden müssen. Es geht aber auch darum, eine solide und langfristige Basis zu schaffen. Ich denke, dass uns dies für 2013 auch gelingt. Schließlich sind wir uns darin einig, dass die Rallye-WM ein gutes Produkt ist."

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