Loeb: Vom Gejagten zum Jäger

Bittere Pille für Sebastien Loeb. Durch seinen Fehler auf der zweiten Etappe büßt der Franzose seine Führung in der Weltmeisterschaft ein.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Preisefrage: Wie lange ist es her, dass Sebastien Loeb nicht die Gesamtwertung der Rallye-Weltmeisterschaft anführte? Man muss schon etwas nachdenken, denn der französische Dauerbrenner dominierte die letzten zwei Jahre die Topliga so stark, dass fast immer sein Name auf der Punktetabelle ganz oben stand. In Norwegen verspielte Loeb durch einen Fehler seinen Stammplatz an der Sonne.

Als großer Verlierer des Wochenendes steht der amtierende Weltmeister fest. Der Citroën-C4-Pilot wollte sich rund um Hamar für seinen dritten Rang bei der Rallye Schweden revanchieren, doch der Schuss ging für den 32-Jährigen auf der zwölften Wertungsprüfung nach hinten los: Der Franzose verbremste sich an einem Abzweig und rutschte mit seinem Turbo-Allradler in eine Schneewehe, aus der er sich trotz massiver Hilfe der anwesenden Zuschauer erst nach acht Minuten wieder befreien konnte.

Der Versuch, den Rückstand mit bedingungsloser Attacke möglichst gering zu halten, endete auf der folgenden Prüfung erneut in einer weißen Wand. Loeb fiel bis auf die 18. Position zurück und musste sich am Ende mit Rang 13 zufrieden geben – obwohl er mit acht Bestzeiten seine Schnelligkeit mehr als eindeutig unter Beweis gestellt hatte.

„Es war ein hartes Wochenende. Es war einfach nicht unsere Rallye“, fasst Loeb den Auftritt in Norwegen zusammen. „Aber es war nicht völlig negativ, denn wir haben sehr viel über unser neues Auto erfahren, das wir Stück für Stück besser kennen lernen, in dem wir auf unterschiedlichsten Oberflächen fahren. Die Zeiten, die wir am Freitag auf festem Untergrund gefahren sind, haben unseren starken Auftritt in Schweden bestätigt und gezeigt, dass wir wohl auf Schotter mithalten können. Jetzt liegt es an uns, wie hart wir arbeiten, besonders an den Differenzialen und der Federung, um den Rückstand in der Meisterschaft wieder aufzuholen.“

Teamchef Guy Frequelin blieb trotz der Pleite seines Schützlings gelassen. „Die Schnee-Rallyes in Skandinavien waren schon immer schwer für uns“, so der Franzose. „Dieses Wochenende hat nur bewiesen, was ich immer predige: Um zu gewinnen, muss man sich sehr anstrengen, aber ein kleines Detail kann dafür sorgen, dass die besten Pläne schiefgehen.“ – Über die Konkurrenzfähigkeit seines C4 macht sich Frequelin aber keine sorgen: „Man darf nicht vergessen, dass Sebastien an diesem Wochenende die meisten Bestzeiten geholt hat.“

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