Rallye Deutschland nach WP15

Loeb holt neunten Deutschland-Sieg

Sebastien Loeb ist wieder der König von Deutschland. Zum neunten Mal gewann der Franzose gemeinsam mit Beifahrer Daniel Elena den deutschen WM-Lauf. Für das Citroën-Duo war es der 74. WM-Sieg insgesamt.

<strong>STARK:</strong> Sebastien Loeb und Daniel Elena gewinnen zum neunten Mal die Rallye Deutschland

Gegen Sebastien Loeb war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen. Souverän steuerte der Weltmeister auf seinen Sieg in Deutschland zu. Die wechselhaften Wetterbedingungen konnten ihn dabei ebenso wenig vom Kurs abbringen, wie die Konkurrenz, die kein Mittel gegen den Franzosen fand. Mit über zwei Minuten Vorsprung gewinnt Loeb und Beifahrer Daniel Elena die diesjährige Rallye Deutschland. Selbst die letzte Bestzeit auf der abschließenden Power-Stage geht auf sein Konto. Ein paar beeindruckende Zahlen noch oben drauf: Es war Loebs fünfter Sieg in Folge, sein neunter Deutschland-Sieg und der 74. WM-Sieg insgesamt. 

 

"Die Bedingungen war nicht einfach und wir hatten deswegen ein paar sehr schwierige Reifenentscheidungen zu treffen", sagte Loeb im Ziel. "Aber es war eine gute Rallye. Unser Auto lief problemlos und wir haben keine Fehler gemacht, was sehr wichtig war. Ein perfektes Wochenende!"

  

Jari-Matti Latvala konnte im Ziel sein Ergebnis noch nicht richtig einschätzen. "Es war keine einfache Rallye", erklärte der Ford-Pilot. "Aber ich bin mit dem Endergebnis zufrieden. Ich bin Zweiter geworden und das ist mein bestes Resultat auf Asphalt." Ähnliche Gefühle beschlichen Mikko Hirvonen, der im zweiten Werks-Citroën zwar doch noch das Podium erreichte, aber diesen Umstand den Patzern der Konkurrenz verdankte. "Ich hatte eine harte Zeit bei dieser Rallye, aber ich habe viel gelernt", sagte Hirvonen, der die zweitschnellste Power-Stage-Zeit als kleines Trostpflaster für eine durchwachsene Leistung mit nach Hause nahm.    

 

Hinter dem Podium erreicht Mads Östberg den vierten Platz, Chris Atkinson landet beim ersten Einsatz im Mini WRC Rang fünf. "Das ist großartig! Ein dickes Dankeschön an mein Team, der Mini war das ganze Wochenende über fantastisch. Wir hielten an unserer Strategie fest und das zahlte sich aus", jubelte Atkinson. 

 

Vorjahressieger Sebastien Ogier hatte in diesem Jahr keine Chance auf den Gesamtsieg. Er startete mit einem leistungsschwächeren Skoda Fabia S2000, aber der sechste Platz ist mehr als ein Achtungszeichen vom Franzosen. Sein VW-Teamkollegen Andreas Mikkelsen wird direkt hinter Ogier Siebter und holt die drittbeste Zeit in der Power-Stage! "Das ist eine schöne Art und Weise, diese Rallye zu beenden", sagte Mikkelsen. "Es ist ein schönes Ergebnis für das Team und ich bin sehr glücklich damit." Sepp Wiegand im dritten von VW Motorsport eingesetzten Skoda schied am Sonntagmorgen vorzeitig aus, nachdem er den Querlenker seines Fabias beschädigt hatte.  

 

Hinter Nasser Al-Attiyah auf Platz acht, erreichen Ott Tänak und Dani Sordo die letzten beiden Punkteränge. Beide Fahrer hatten durch Fahrfehler im zweiten Teil der gestrigen Etappe bessere Platzierungen verspielt. Tänak riss sich auf der berüchtigten Panzerplatte ein Hinterrad ab, Sordo krachte gegen einen Hinkelstein und zerstörte dabei den Kühler seines Minis. Tänak verzichtet jedoch freiwillig auf die Zielankunft und wurde aus dem Endergebnis gestrichen. Damit erhält sein Team die Möglichkeit neue Teile in den Fiesta WRC einzubauen und ist nicht an die reglementbedingte Wiederverwendung gebunden.

 

In der PWRC kann sich der Pole Michal Kosciuszko gegen WM-Leader Benito Guerra durchsetzen. "Es ist sehr wichtig in Deutschland zu gewinnen. Wir haben noch immer Chancen die Meisterschaft für uns zu entscheiden", freute sich  Kosciuszko.

 

Bester Deutscher wurde Mitsubishi-Pilot Hermann Gaßner auf Rang 20, der sich im familieninternen Duell in der Endabrechnung knapp gegen seinen Sohn Hermann jr. durchsetzte. "Ich habe gestern einen kleinen Fehler gemacht, der leider eine große Wirkung zeigte", spielte der Junior auf seinen Steintreffer an, der die Aufhängung krumm schlug. "Trotzdem kann ich mit meinen Zeiten zufrieden sein und habe bewiesen, dass ich schneller als Sepp Wiegand fahren konnte." 

  

GALERIE: Die Bilder der Rallye Deutschland 2012 ...

LINK: Die Ergebnisse der Rallye Deutschland 2012 ... 

 

« zurück