Rallye Deutschland - WP10

Loeb erobert Panzerplatte

Mit einer beeindruckenden Bestzeit auf der "Panzerplatte" setzt sich Sebastien Loeb deutlich ab. Auch Petter Solberg macht einen großen Sprung nach vorn.

<strong>SCHNELL:</strong> Sebastien Loeb setzt sich ab

Sie ist die längste Prüfung der WM-Saison 2010. 48 Kilometer lang schlängelt sich die Strecke der "Panzerplatte" über den Truppenübungsplatz in der Nähe von Baumholder. Für Sebastien Loeb ein gutes Pflaster. Mit 27:55.8 Minuten war Loeb erneut schnellster Fahrer im Feld und knackte als einziger Pilot die 28-Minuten-Schallmauer. "Die Prüfung war in Ordnung. Wir mussten unsere Reifen schonen und den Fahrstil anpassen", so Loeb, der die Rallye nun mit 23 Sekunden anführt.

 

Verfolger Dani Sordo konnte diesmal nicht mithalten. "Ich habe schon auf der Prüfung gemerkt, dass Seb im schneller wurde. Speziell im letzten Teil bin ich nicht gut gefahren", zeigte sich der Spanier enttäuscht. Noch schlechter lief es für Jari-Matti Latvala. Der Finne drehte sich in einer Kurve und musste mehrfach vor und zurücksetzen, ehe er seine Fahrt fortsetzen konnte. Durch den Zeitverlust fiel er auf Rang vier zurück und musste Platz drei an Sebastien Ogier abtreten.

 

Auch Petter Solberg machte einen Sprung nach vorn. Mit der zweitschnellsten Zeit verbesserte sich der Norweger auf Rang sieben. "Die Prüfung hat mir richtig Spaß gemacht. Ich bin sehr zufrieden", freute sich Solberg, der gestern durch zwei Reifenschäden viel Zeit verlor. "Heute früh war ich kurz davor, den Restart wegen meiner schlechten Platzierung abzubrechen, um Geld für die nächste WM-Runde zu sparen, doch da meldete sich mein Sponsor und forderte mich auf weiterzufahren."

 

Auf Platz fünf und sechs liegen weiterhin Mikko Hirvonen und Francois Duval. Matthew Wilson und Kimi Räikkönen folgen auf Rang acht und neun. Ken Block bleibt bei seiner Asphalt-Premiere im WRC Zehnter. In der SWRC-Wertung hat PG Andersson die Führung von Martin Prokop erobert und liegt nur 1.5 Sekunden vor dem Tschechen. In der PWRC führt dagegen Armindo Araujo das Klassement weiterhin souverän an. Hermann Gassner jr. muss sich mit Rang vier begnügen. Hans Weijs jr. liegt bei den Junioren vorn, Aaron Burkart ist trotz des gestrigen Probleme Zweiter.

 

Aufregung herrschte nach einem Unfall von Jasper van den Heuvel. Sein Fahrzeug kam nach der Zieldurchfahrt durch einen technischen Defekt ins Schleudern und geriet zudem in Brand. Fahrer und Beifahrerin erlitten Brandverletzungen und werden entweder in die Spezialklinik nach Ludwigshafen oder Homburg geflogen. Auch das Auto von Michel Jourdain geriet in Brand. Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr war ein massiver Löscheinsatz erforderlich.
    

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