Latvala behauptet sich vorn

Während sich Jari-Matti Latvala weiterhin knapp vor Mikko Hirvonen behaupten kann, kann Petter Solberg zu Beginn der zweiten Etappe nicht mehr mithalten. Auch die Aufholjagd von Sebastien Loeb bekam einen Dämpfer.

11. Februar 2012

Michael Heimrich

Die zwei fliegenden Finnen bestimmen weiterhin das Geschehen der Rallye Schweden. Jari-Matti Latvala (Ford) führt zur Halbzeit der zweiten Etappe die Gesamtwertung weiter an, doch Mikko Hirvonen (Citroën) lässt sich nicht abschütteln. „Das Duell mit Jari-Matti ist verdammt eng, aber ich mag so was“, grinst Hirvonen, der 18.6 Sekunden hinter dem Spitzenreiter liegt. Latvala gab zu, dass er in den ausgefahrenen Spuren ein wenig Vertrauen verlor. „Ich hatte kein wirklich gutes Gefühl mehr. Es war sehr rutschig und deshalb bin ich etwas vorsichtiger angegangen“, so Latvala.

Auch Petter Solberg klagte über zu wenig Traktion, zu dem würgte der Norweger am Start von WP12 den Motor seines Ford Fiesta ab und verlor dabei weitere Zeit. Mittlerweile ist sein Rückstand auf 39.9 Sekunden angewachsen. „Die Bedingungen war verdammt knifflig heute Morgen“, erklärte Solberg. „Wir müssen heute Mittag ein wenig am Setup arbeiten, ich bin damit heute nicht ganz zufrieden.“ Sein junger Landsmann Mads Östberg hat das Tempo dagegen erhöht und den Rückstand auf nur noch 7.2 Sekunden verkürzen können. „Das lief nicht schlecht für uns“, freute sich Östberg.

Die Aufholjagd von Sebastien Loeb bekam auf der zweiten Tagesprüfung einen Dämpfer. „Ich habe mit dem Heck eine Schneewand berührt und prompt drehte sich das Auto ein“, ärgerte sich der Citroën-Pilot. „Ich liege weiterhin zurück und es wird nicht einfach werden. Auch wenn es keine Chance auf den Sieg mehr gibt, so können wir weiterhin einige gute Punkte holen.“ Loeb liegt als Siebter aktuell 12.1 Sekunden hinter Henning Solberg. Vor dem Norweger kann Evgengy Novikov mit einer fehlerfreien Leistung seinen fünften Rang verteidigen. Nur auf WP13 wurde es kurzzeitig brenzlig für den Russen. „Unsere Frontscheibe beschlug plötzlich. Es war schwer überhaupt was zu sehen“, so Novikov.

Im spannungsgeladenen Duell der beiden Volkswagen-Piloten büßte Sebastien Ogier durch einen Reifenschaden ("Mitten auf der Ideallinie lagen viele Steine") auf WP12 zwar einige Zeit ein, konnte sich aber dennoch an der Spitze des S2000-Feldes behaupten. Sein Teamkollege Andreas Mikkelsen war auf der ersten Prüfung noch mit gebremsten Schaum gestartet. „Ich musste viele Änderung am Aufschrieb vornehmen“, erklärte der Norweger, der am Nachmittag einen Angriff auf Ogier starten möchte.  

Schnellster Fahrer auf der nur 1,87 Kilometer langen WP14 war übrigens Ott Tänak, der seine erste WRC-Bestzeit überhaupt holen konnte. Allerdings liegt der Este nach einem Ausrutscher auf der zweiten Prüfung aussichtslos zurück und spielt in der Gesamtwertung keine Rolle.

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