Junior-WM wechselt auf Allradler

Die Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft wechselt für die kommenden drei Jahre zu einer noch schärferen Wettbewerbsversion des Ford Fiesta: Erstmals kommt die von M-Sport Polen entwickelte Rally3-Variante zum Einsatz.

22. Oktober 2021

Michael Heimrich

Der rund 215 PS starke Allradler mit sequenziellem Fünfganggetriebe und 1,5 Liter großem Dreizylindermotor vervollständigt die Rallye-Kundensport-Pyramide von M-Sport. Diese reicht vom frontgetriebenen Fiesta Rally5 für reine Amateurfahrer bis hin zum Fiesta Rally2 mit über 280 PS.

Der jüngste Weltmeister

Die Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft ist eine Nachwuchsförderung der FIA. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sie zahlreiche Profifahrer hervorgebracht, darunter auch den neunfachen Weltmeister Sebastien Loeb und den sieben-, möglicherweise schon bald achtfachen Champion Sébastien Ogier. Hinzu kommen weitere aktuelle Größen dieses Sports wie Dani Sordo, Elfyn Evans und Craig Breen. Als neuer Junioren-Weltmeister der Saison 2021 hat sich am vergangenen Wochenende der Finne Sami Pajari zu diesem illustren Kreis gesellt und ist mit 19 Jahren der bislang jüngste Titelträger. Zur Belohnung darf er im kommenden Jahr mit einem brandneuen Ford Fiesta Rally2 von M-Sport bei fünf WM-Läufen in der WRC2-Klasse an den Start gehen.

Von 2011 bis 2013 und seit 2017 stattet M-Sport die Junioren-WM mit identischen Rallye-Fahrzeugen auf Fiesta-Basis aus, um maximale Chancengleichheit zu gewährleisten. Während Palminen in dieser Saison noch mit dem frontgetriebenen, gut 210 PS starken Fiesta Rally4 unterwegs war, dürfen seine Nachfolger ab 2022 im neu entwickelten Fiesta Rally3 Platz nehmen. Der Sprint auf 100 km/h gelingt mit dem Auto in gut fünf Sekunden. Das sequenzielle Fünfgang-Schaltgetriebe ist kurz übersetzt und begrenzt das Spitzentempo auf 185 km/h. Das Fahrwerk lässt sich mithilfe der dreifach einstellbaren Stoßdämpfer an die jeweiligen Bedingungen anpassen. Auf Asphaltstrecken füllen 17 Zoll große Räder die Radkästen, bei Schotterveranstaltungen sind es 15-Zöller.

„Mit dem Fiesta Rally3 schlägt die Junioren-WM ein neues, faszinierendes Kapitel auf“, betont Maciej Woda, Leiter der FIA Junioren-Weltmeisterschaft. „Wir können nun einen finanzierbaren Weg in den Rallye-Sport mit allradgetriebenen Fahrzeugen auf WM-Niveau anbieten – dies war das entscheidende Element, das unserer Serie in den vergangenen Jahren gefehlt hat.“

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