Was sind die Ziele des Hyundai-Teams für die Rallye Kroatien?
„Die Rallye Kroatien könnte die erste Veranstaltung der Saison sein, bei der die reine Performance eine entscheidende Rolle spielt. Das Team hat intensiv am Setup des Autos gearbeitet, um die Fahrbarkeit bei wechselnden Gripverhältnissen zu verbessern. Zwar haben wir Fortschritte erzielt, aber noch nicht alle Weiterentwicklungen umgesetzt, um unser volles Potenzial zu zeigen – das wird ein schrittweiser Prozess über die kommenden Rallyes hinweg sein.
Kroatien war in der Vergangenheit eine starke Rallye für Thierry und Martijn, mit drei dritten Plätzen, sodass ihre Erfahrung ein klarer Vorteil sein sollte. Für Adrien und Alexandre ist ein solides Ergebnis hier wichtig, um ihre Asphalt-Performance für die nächsten Einsätze weiter aufzubauen. Hayden und John kehren in den Hyundai i20 N Rally1 zurück, auf einem Untergrund, der ihnen vertrauter ist – insbesondere aus ihrer Zeit in der Rallye-Europameisterschaft. Daher erwarten wir, dass sie auf ihrer Leistung aus Monte-Carlo aufbauen und ihr Tempo von Prüfung zu Prüfung steigern – ein entscheidender Faktor im Kampf um Herstellerpunkte.“
Gibt es Erkenntnisse aus den bisherigen Rallyes, die sich auf Kroatien übertragen lassen?
„Die bisherigen Läufe der Saison haben den Fahrern außergewöhnliche Bedingungen geboten. Monte-Carlo war geprägt von viel Schnee und Matsch, Schweden war kälter als üblich und die Safari-Rallye bot die volle Härte Kenias. Wir haben also viele Extreme erlebt und hoffen nun auf eine ‘normale’ Rallye in Kroatien.
Allerdings bringt der neue Standort rund um Rijeka zusätzliche Herausforderungen mit sich. Die neuen Prüfungen könnten das Kräfteverhältnis etwas ausgleichen. Dazu kommt das typische Aprilwetter an der Küste, das Regen bringen kann und die Strecken dadurch extrem schwierig macht. Wir wissen, dass uns konstante Bedingungen liegen. Wenn es also regnet, dann am besten die gesamte Woche über.“
Was sind die größten Herausforderungen der Rallye Kroatien?
„Die Rallye Kroatien wurde schon immer in Sekunden entschieden und meist erst auf der letzten Prüfung entschieden. Ich erwarte, dass das auch 2026 so sein wird. Die Prüfungen sind anspruchsvoll, belohnen aber mutiges Fahren. Um hier um das Podium zu kämpfen, müssen wir vom ersten Meter an bei 100 Prozent sein. Bei trockenen Bedingungen wird viel Risiko gegangen, doch wenn Regen einsetzt, kann sich der Verlauf der Rallye komplett verändern und Ausfälle spielen eine große Rolle. Die Zuverlässigkeit des Hyundai i20 N Rally1 war in dieser Saison bislang ein wichtiger Faktor für uns. Als Team werden wir alles daransetzen, unseren Fahrern die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten, um am Sonntagnachmittag im Kampf um die Spitzenplätze zu sein.“
