Ford setzt FIA unter Druck

Weil die Sporthoheit bei der Vergabe der Vermarktungsrechte geschlafen hat, droht Ford-Sportchef Mark Deans mit dem Ausstieg aus der WM.

6. Oktober 2008

Michael Heimrich

Es werden hektische Wochen für die sonst eher gemächlich agierenden Funktionäre der FIA. Nachdem Armin Schwarz die Ausschreibungsunterlagen für die Vergabe der Vermarktungsrechte ab 1. Januar 2009 anforderte, stellte sich heraus, dass derlei Papiere bisher nicht existieren.

Am 5. November soll der Motorsport-Weltrat darüber abstimmen, wer künftig als Promotor der Rallye-WM auftritt, doch bis dahin muss nicht nur eine ordentliche Ausschreibung her, sondern auch ein angemessener Zeitraum für die möglichen Bewerber und schließlich ebenso Zeit, um die eingegangenen Vorschläge zu prüfen.

Während sich drei Werksteams noch entspannt zurücklehnen können, da ihre Engagements bis mindestens Ende 2009 dauern, drängt Ford zur Eile. Das WM-Programm der amtierenden Marken-Weltmeister endet am 31. Dezember dieses Jahres, und Sportchef Mark Deans hat mehrmals klar gemacht, dass es keine Verlängerung gebe, wenn nicht rechtzeitig das Technische Reglement und die Vermarktungsfrage geklärt seien.

„Wenn es gut läuft, beschließt die FIA auf ihrer außerordentlichen Weltrats-Sitzung am morgigen Dienstag die Modalitäten der Ausschreibung, setzt dann eine Frist von zwei Wochen für die Bewerber, prüft deren Angebote ein paar Tage und stimmt dann planmäßig am fünften November ab, mit wem wir es künftig zu tun haben“, sagt Deans.

Für den Fall, dass die Sportbehörde diesen engen Zeitplan nicht einhalten kann, zeichnet der Engländer ein düsteres Szenario: „Wenn die FIA wie schon so oft die Sache erst mal schleifen lässt, sind wir draußen.“ Dass Ford in der Kürze der Zeit keinerlei Ersatzprogramm auf die Beine stellen kann, ficht den Sportchef nicht an: „Unter den gegebenen wirtschaftlichen Umständen kann es sinnvoller sein, eine Zeit lang gar nichts zu tun, als Millionen in etwas mit zweifelhaftem Ausgang zu investieren.“

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