Finnen hoffen auf Schotterwende

Bei der Rallye Australien wollen Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala die enttäuschende deutsche WM-Runde vergessen machen. Die beiden Ford-Finnen peilen am anderen Ende der Welt den Sieg an.

5. September 2011

Michael Heimrich

Es ist eine Reise ins Ungewisse. Nach einjähriger Pause kehrt die Rallye Australien mit vollkommen neuer Streckenführung in den WM-Kalender zurück. Die Neuerungen beginnen schon beim Standort des australischen WM-Laufs: Erstmals gastiert der Tross in Coffs Harbour an der Küste von New South Wales. Keine der insgesamt 26 Wertungsprüfungen war jemals Bestandteil der WM-Rallye.

"Bei einer neuen Rallye kommt es darauf an, schnell zu lernen", betont Mikko Hirvonen. "Beim Erstellen des Aufschriebs musst du sehr präzise sein, denn wir haben nur einen wei-teren Durchgang, um ihn zu überprüfen. Gleichzeitig musst du die Recce nutzen, um ein Ge-fühl für die Charakteristik der Strecken zu entwickeln."

Der Finne gewann die beiden vorigen Ausgaben der Rallye Australien: 2006 feierte er hier seinen ersten WM-Laufsieg, 2009 war er erneut erfolgreich. "Ein Hattrick wäre ein perfektes Ergebnis", räumt der 31-Jährige ein. "Nach dem Asphalt-Zwischenspiel in Deutschland freue ich mich, wieder auf Schotter anzutreten. Ich mag Australien und bei der Rallye selbst herrscht meist eine entspannte Stimmung. Das erleichtert die Vorbereitung", so der aktuell Dritte der Fahrerwertung.

Einen Platz hinter ihm liegt sein Teamkollege Jari-Matti Latvala, der bei drei Australien-Starts als bestes Ergebnis 2009 einen vierten Platz erreichte. Auch der 26-jährige Finne freut sich auf die Rückkehr auf losen Straßenbelag und hofft, die Enttäuschungen der Deutschland-Rallye abschütteln zu können. "Schnelle Schotter-Rallyes liegen mir, deshalb will ich in Australien um den Sieg kämpfen", kündigt er an. "Ich habe in dieser Saison schon Rallyes um Haaresbreite verloren, aber wir wissen, dass der Fiesta RS WRC schnell ist und wir die Wende schaffen können. Australien wäre ein perfekter Ort, damit zu beginnen.

"Da wir eine völlig neue Streckenführung haben, wird unsere Vorbereitung etwas anders aussehen. Nach der Recce werden wir sehr genau die Videos der Prüfungen studieren. Wenn ich eine WP ein paar Mal gefahren bin, habe ich die Strecke in meinem Gedächtnis abgespeichert – da helfen Videos kaum weiter. Aber auf solchen neuen Prüfungen können sie von Nutzen sein. Sie helfen mir, die Charakteristik der einzelnen WP zu verinnerlichen", meinte Latvala.

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