FIA überprüft Zeitnehmer

Die FIA überprüft noch einmal die Zeitnahme in der Rallye Weltmeisterschaft. Seit Saisonstart klagen Veranstalter, Teams und Zuschauer über eine ganze Reihe von Fehlern bei der Auswertung und dem Trackingsystem.

12. Juli 2013

Michael Heimrich

Zuletzt sorgte der Abflug von Mads Östberg für Verdruss mit dem aktuellen Trackingsystem von SIT. Der Norweger lag in Sardinien längst auf dem Dach, da war im M-Sport-Service noch nicht klar, ob und wo etwas passiert ist. „Mit dem alten System ging das noch “, schimpfte Morten Östberg, der lange Zeit im Unklaren blieb, ob sein Sohn nur eine Panne hat. „Das System reagierte einfach nicht. Wir kommen ohne Zwischenzeiten aus, aber das hier ist nicht gut. Wir haben einen Bericht geschrieben, was diesbezüglich alles schief läuft.“

Bei der FIA will man die Vorgänge jetzt untersuchen. Kurz vor dem Saisonstart hatte man sich vom langjährigen Partner Stage One Technology getrennt und überraschend den Zuschlag an SIT erteilt. Seitdem ebbt die Kritik an der spanischen Firma nicht ab. „Es sind sechs Monate vergangen und jetzt ist die Zeit gekommen, einen guten Service zu gewährleisten. Wir haben das intern bei der FIA besprochen und nun eine Untersuchung eingeleitet“, erklärte FIA Rallyedirektor Jarmo Mahonen gegenüber Autosport. „Wir müssen wissen, ob das System nicht funktioniert, oder ob es für einige zu kompliziert ist. Im Kontrollraum haben sie die Probleme von Östberg gesehen, aber ich glaube die Computer bei M-Sport haben sich wohl nicht korrekt aktualisiert.“

SIT-Manager Pedro Cieza erklärte: „Ich will nicht nach Entschuldigungen suchen, aber unser System scheint für einige lokale Marschalls eine zu komplexe Technik zu sein. Wir erwarten, dass es bei den nächsten Rallyes einfacher wird.“ Cizea machte auch die kurze Vorbereitungszeit für die entstandenen Probleme verantwortlich. „Es ist eine Frage der Zeit. Als wir den Vertrag im November bekamen, hatten wir eineinhalb Monate um alles fertig zu machen. Wenn wir im August Bescheid bekommen hätten, wäre es eine andere Geschichte gewesen“, sagte er und betonte auch die Unterschiede in den Anforderungen. „Zu Beginn wurde uns auch gesagt, dass Zwischenzeiten zweitrangig wären, aber wir wissen jetzt, dass dies nicht der Fall ist und wir haben die Zeiten mit jeder Rallye noch genauer gemacht“, meinte Cizea, dessen Firma in dieser Woche in Madrid einen Echtzeittest mit dem System durchführte, um mögliche Fehlerquellen auszumerzen.

Die nächsten Diskussionen entzünden sich an den Gebühren für die Zeitnahme. Die Veranstalter zahlen 100.000 Euro zusätzlich zu den bestehenden Gebühren von 170.000 Euro um die Kosten für SIT auszugleichen. Hier erwarten die Organisatoren ein Entgegenkommen seitens der FIA und des neuen Promoters.

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