Dinkel: „Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen“

Schaut man auf das Ergebnis der Rallye Portugal, dann wirkt das Abschneiden von Dominik Dinkel und Christina Fürst eher ernüchternd. Schaut man allerdings hinter die Kulissen und kennt die Fakten, dann ist das Fazit ganz eindeutig positiv.

6. Juni 2019

Michael Heimrich

Ein paar Tage sind vergangen, doch Dominik Dinkel ist noch immer beeindruckt von seinem WM-Auftritt in Portugal. „Ein gigantisches Erlebnis, eine top organisierte Veranstaltung, fordernde WPs eingebettet in eine grandiose Landschaft, gesäumt von einem Heer begeisterter Zuschauer.“

Dabei waren Dominik und Beifahrerin Christina Fürst hart gefordert, mussten jede Menge Selbstdisziplin beweisen und Ruhe bewahren. Denn eine Sache war dem Duo im Norden Portugals nicht gegönnt: Nämlich zumindest eine problemlose WP fahren zu können.

Schon von Anfang an bremsten kleinere technische Schwierigkeiten ihren Auftritt, dazu addierten sich Behinderungen durch die von den vorausfahrenden Autos verursachten Staubfahnen, die immer dann, wenn die Vorderleute selbst Ärger bekamen, ganz besonders undurchdringlich wurden, sowie mehrere schleichende Plattfüße.

Die schwierigste Entscheidung mussten Dominik Dinkel und Christina Fürst am zweiten Rallyetag treffen. Nämlich die, ihr Einsatzfahrzeug mangels Kühlflüssigkeitsdruck noch vor der ersten Samstags-WP abzustellen. Damit retteten sie aber den 1,6-Liter Turbo-Motor und sicherten ihren Restart am Sonntag ab.

Bei dem sie sofort wieder ihren Rhythmus fanden, ohne allerdings die schon beschriebenen Probleme abschütteln zu können. Angesichts derer verblüfften die erzielten Zeiten, die durchaus auf dem Niveau eines routinierten, mit den portugiesischen WPs bestens vertrauten Local Heros wie Bruno Magalhães lagen, der 2017 Rallye-Vize-Europameister war.

„Kein Grund daher, Portugal mit hängenden Köpfen zu verlassen“, zieht Dinkel ein Fazit. „Ganz im Gegenteil: Gemeinsam mit Hyundai, Förderer Michael Stoschek, Sarrazin Motorsport sowie unseren Sponsoren, Fans und Freunden schauen wir positiv eingestellt nach vorne. Denn eins steht fest: Unser erster WM-Einsatz in Portugal hat richtig Laune und riesigen Appetit auf mehr gemacht!“

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