Der vorerst letzte Auftritt von Sebastien Loeb

Eine großartige Karriere neigt sich dem Ende zu, doch der vorerst letzte Auftritt von Sebastien Loeb in der Rallye-Weltmeisterschaft bietet alles andere als einen passenden Rahmen.

18. September 2020

Michael Heimrich

Die Rallye Türkei könnte der vorerst letzte Auftritt von Sebastien Loeb in der Rallye-Weltmeisterschaft werden. Noch einmal steigt er in den Hyundai i20 WRC, doch die Fans können seine Fahrkünste nicht bewundern, sie sind in diesem Jahr ausgeschlossen.

Für Loeb endet am Mittelmeer ein besonderes Kapitel. Der Wechsel zu Hyundai entpuppte sich von Beginn an als schwieriges Unterfangen, selbst ein Rekord-Champion musste erkennen, dass man mit einem Teilzeit-Programm nicht mehr mithalten kann. 

„Das Tempo, dass die da vorn fahren ist schon ganz schön hoch“, sagt er im Stile eines Zaungastes und mochte nicht abstreiten, dass ein 46-Jähriger nicht mehr bereit ist, alle Sicherungen im Oberstübchen rauszuschrauben, wenn es um die Wurst geht.

Entscheidung in zwei Wochen

Entsprechend stehen die Zeichen auf Abschied, auch wenn sich Loeb noch vor einer offiziellen Aussage drückt. „In den nächsten zwei Wochen werde ich mich entscheiden“, sagte der Franzose am Vorabend der Rallye.

Hyundai bestätigte mittlerweile Dani Sordo für die Rallye Sardinien und Craig Breen wird in Ypern im dritten Werksauto erwartet. Bliebe für Loeb nur noch die Monza-Rallye, die neuerdings als Saisonfinale gehandelt wird. „Das könnte mein letzter Auftritt sein. Aber alles ist offen im Moment“, meinte Loeb.

Zurück zur Dakar?

Immerhin gibt Loeb zu, dass er auf eine weitere Saison als Teilzeit-Fahrer keine sonderliche Lust verspürt. „Ich sage nicht, dass ich keinen WM-Lauf im nächsten Jahr bestreiten werde. Aber mit Sicherheit keine sechs Läufe mehr. Ich werde mich neu orientieren, vielleicht gehe ich zurück zur Dakar“, sagte Loeb. Mit der Wüste hat er noch eine Rechnung offen und der 57-jährige Carlos Sainz zeigte im Januar erneut, dass man nicht der Jüngste sein muss, um erfolgreich zu sein. „Ich habe also dort noch eine Zukunft“, scherzte Loeb, der bereits mit Toyota in Verbindung gebracht wird.

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