Citroën will Kundensport ausbauen

Die wirtschaftliche Schieflage des PSA-Mutterkonzern hat auch unmittelbare Auswirkungen auf das Geschäft von Citroën Racing. Die Rallyeschmiede aus Versailles will künftig den Kundensport noch weiter ankurbeln, um das Budget zu entlasten.

6. August 2012

Michael Heimrich

Bei Citroën Racing setzt ein Umdenken ein. Gab man aktuelle WRC-Technik bislang nicht aus der Hand, so könnte sich diese Einstellung künftig ändern.

 

Durch die Probleme des Mutterhauses kommen auch die Motorsportaktivitäten von Citroën auf den Prüfstand. Zwar sind die Kosten für den Einsatz in der Rallye-WM im Vergleich zur Formel-1 noch immer überschaubar, aber wenn Werke geschlossen werden müssen und zigtausende Mitarbeiter ihre Anstellung verlieren, dann wackelt auch das überaus erfolgreiche WM-Engagement.

 

"Citroen Racing ist Teil der Marke und überaus erfolgreich. Unsere Sportabteilung steht weder zum Verkauf, noch ist eine Schließung geplant", sagt Citroen-Markenchef Frederic Banzet am Rande der Rallye Finnland. "Es geht auch nicht um eine schwarze Null. Sport hat viel mit Emotionen und auch Markenimage zu tun, das kann man nicht einfach aufrechnen. Aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, muss man genau schauen, wie sich auch solch ein erfolgreiches Engagement rechnet."

 

Entsprechend bemüht sind die Mitarbeiter von Citroën Racing das notwendige Budget noch knapper zu kalkulieren. Neben dem potenziellen neuen Hauptsponsor Katar und weiteren neuen Partnern, soll künftig auch das Kundengeschäft einen größeren Beitrag dazu leisten.

 

Citroën Racing wird, anders als ursprünglich geplant, nun doch eine RRC-Variante des erfolgreichen DS3 WRC auf Kiel legen. "Die Homologation des aktuellen WRC basiert auf einem S2000", erklärt Technikchef Xavier Pinon-Mestelan. Auch wenn der  homologierte S2000-Ableger mit 1.6 Turbomotor nie das Licht der Welt erblickte, könnte er schon bald auf dem Markt sein. "Bis auf die Schwungscheibe, einen andere Frontschürze und kleinerem Heckflügel ist das Auto identisch mit dem DS3 WRC. Und den Motor mit einem 30mm Restriktor auszustatten ist auch kein großes Kunststück." 

 

Zwar gelangt dadurch aktuelle Rallyetechnik in Kundenhand, aber der Konstrukteur des Erfolgsauto wird es verschmerzen können. Er bastelt wie seine Wettbewerber bereits an der neuen Homologationsstufe, die ab 2014 zum Einsatz kommen wird.

 

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