China: Teams verlangen Qualität

Die WM-Teams blicken nach China. Im Juli findet dort ein Kandidatenlauf für eine potenzielle WM-Rallye 2014. Bereits im Vorfeld gibt es mahnende Stimmen.

11. Mai 2013

Michael Heimrich

Bereits im April verriet FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen, dass er zusammen mit WM-Managerin Michele Mouton dem Reich der Mitte einen Besuch abgestattet hatte. „Wir haben uns knapp 2.000 Kilometer nordwestlich von Peking in Zhangye in der Region Gansu umgesehen. Im Juli findet dort eine Rallye statt. Wenn man will, könnte man diese als offiziellen Testlauf nehmen und mit etwas Hilfe dort schon 2014 einen WM-Lauf austragen“, sagte der Finne und möchte den Wunsch von FIA-Boss Jean Todt nach einer globalen Ausdehnung der Rallye-WM erfüllen. „Aktuell finden zehn der 13 WM-Läufe in Europa statt. In zwei, drei Jahren sollte das Verhältnis 7:6 sein und die WM möglichst viele der sechs FIA-Regionen repräsentieren“, unterstrich Mahonen.

Bei den Teams reagiert man einerseits erfreut über die Expansionsplänen, findet aber auch mahnende Worte. "Es würde drei Tage benötigen, bis unsere LKWs an diesem Ort angekommen sind. Das ist sehr teuer“, sagt Citroën-Teamchef Yves Matton gegenüber Autosport. „Wir wollen nicht so weit reisen und viel Geld ausgeben, damit eine Rallye irgendwo im Niemandsland stattfindet. „In einer kleinen Stadt zu sein ist in Ordnung, aber die Promotion muss passen. Aber eine große Stadt wäre schon besser."

Auch sein Volkswagen-Kollege Jost Capito sieht es ähnlich: "Wenn wir China oder andere Rallyes haben wollen, dann müssen wir sichergehen, dass sie den WM-Standards entsprechen. Das sehe ich jedoch nicht. Wir sollten nicht um jeden Preis nach China gehen. Wenn die Rallye nicht auf WM-Niveau ist, dann sollten wir es lassen. Am aktuellen Kalender ist nicht viel verkehrt. Natürlich brauchen wir mehr Läufe außerhalb Europas, aber sie müssen den richtigen Standards und Qualität entsprechen, ansonsten ziehen sie die gesamte Meisterschaft nach unten."

Die FIA Rallye-Kommission wird sich mit dem Thema Kalender 2014 in der nächsten Sitzung am 24. Mai beschäftigen. Dann möchte auch WM-Promoter Red Bull seine Vorstellungen einfließen lassen. Ende Juni bekommt dann der FIA Weltrat den Vorschlag zur Beratung vorgelegt. WM-Managerin Mouton bekräftigte noch einmal ihren Willen, China in den Kalender zu hieven. „Wenn wir eine Rallye aufnehmen, dann sind wir von der Infrastruktur überzeugt. Anderenfalls hätte es keinen Sinn", sagte Mouton.  

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