China sorgt für Überstunden

Die Rallye Peking-Huairou hinterließ offenbar einen so zwiespältigen Eindruck, dass im Nachgang erheblicher Aufwand entstanden ist, damit China schon im kommenden Jahr zur Weltmeisterschaft gehört.

8. September 2015

Michael Heimrich

Verirrte Mopedfahrer auf den Prüfungen waren nur ein Problem bei der Durchführung der diesjährigen Rallye Peking-Huairou, die dazu auserkoren wurde, schon im kommenden Jahr Teil der Weltmeisterschaft zu sein.
FIA-Rallye-Direktor Jarmo Mahonen, der sich vor Ort ein Bild machte, brachte einen dickes Hausaufgabenheft aus Asien mit. Die Abarbeitung der darin enthaltenen Punkte sorgte dafür, dass die Verabschiedung des Kalenderentwurfs der Rallye-Kommission von Anfang September auf Monatsmitte verschoben wurde. Eile ist geboten, schon in drei Wochen soll der FIA-Weltrat den Vorschlag offiziell absegnen.
Bis dahin gilt es einen ganzen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Neben erheblichen Sicherheitsbedenken muss die Länge der Rallye deutlich ausgebaut werden. Aktuell umfasst die chinesische Veranstaltung nur 180 WP-Kilometer, die über schmale schmale Asphalt- und Betonsträßchen führt. Organisatorische Mängel sollen mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Ausland behoben werden.
Einen dicken Pluspunkt sammelte China mit dem APEC-Gelände, auf dem Servicepark und Rallyezentrum untergebracht werden soll.  Das Areal ließ Chinas Staatschef fu?r den asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgipfel herrichten und mit einem futuristischen Kongresszentrum, luxuriösen Kempinski-Hotel und nagelneuen Messezentrum hinterließ es bleibenden Eindruck. „ Das war schon beeindruckend“, sagte WM-Promoter Oliver Ciesla.

Ab 2017 auch in Abu Dhabi?

China ist nur die erste Stufe einer deutlichen lokalen Verschiebung im WM-Kalender. Lange Zeit sah es so aus, als ob Jordanien sein Comeback in der Topliga feiert, aber seit kurzem bringen sich die Arabischen Emirate mit Vehemenz ins Gespräch. 2017 soll Abu Dhabi eine WM-Rallye ausrichten. Der als Geschäftsführer der offiziellen Vermarktungsagentur des Emirats finanziell stark eingebundene Citroën-Werksfahrer Khalid al Qassimi ist schon Feuer und Flamme: „Die Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi ist sicher ein einmaliger Ort fu?r ein Rallyezentrum.“
Worte, die man beim WM-Promoter gerne hört. Europäische Fans werden sich dagegen mit dem Umstand abfinden müssen, dass ein weiterer WM-Lauf in ihren Breitengraden verschwindet. Es sei denn, die FIA erweitert den Saisonkalender, denn die Kalenderhoheit liegt immer noch beim Weltverband.

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