Burkart: „Ein tolles Gefühl“

Für Aaron Burkart war sein zweiter Einsatz in der noch jungen Junior Rallye WM-Saison ein Erfolg. Mit dem nötigen Quäntchen Glück und einer konstanten Leistung sicherte er sich den dritten Platz.

20. Mai 2008

Michael Heimrich

Ganz problemlos verlief die Rallye d´Italia auf der Mittelmeerinsel Sardinien, die als eine der anspruchsvollsten Veranstaltungen im Rallye-Kalender gilt, aber auch für den Deutschen nicht. „Die Bedingungen hier waren in diesem Jahr nicht die besten. Während des Trainings hat es fast ununterbrochen geregnet, was die Schotterstrecken aufgeweicht und die Wasserdurchfahrten zu richtigen Schlammlöchern gemacht hat. An unserem Trainingsauto stand der Matsch manchmal fast bis an die Fenster heran“, beschreibt Burkart die Verhältnisse.

Am Rallyewochenende selbst blieb es zwar hauptsächlich trocken, aber trotz allem bargen die rauen Wertungsprüfungen einige Tücken: „Am ersten Tag fingen wir uns einen Plattfuß ein, was uns wertvolle Zeit kostete. Auf der letzten WP muss ich auf einem Geradeaus-Stück mit einem Reifen irgendwas getroffen haben. Ich habe aber nichts gesehen und konnte dementsprechend auch nicht ausweichen“, erzählt der Berliner Student und ergänzt: „Das Lenkrad stand ein wenig schräg, aber das Auto lief ohne Probleme und so fuhren wir weiter wie bisher, um noch eine letzte schnelle Zeit am Freitag zu erreichen. Doch es hat nicht sollen sein. Ein schleichender Plattfuß an dem Reifen, mit dem ich kurz zuvor etwas getroffen hatte,  machte sich bemerkbar  und in der nächsten Linkskurve brach die Spurstange. Wahrscheinlich auch eine Spätfolge.“

So stand der Citroen C2 Super 1600 gerade einmal 400 Meter vor dem Ziel ziemlich unglücklich auf der engen Strecke. Als dann noch ein Konkurrent sein Auto beim Vorbeifahren touchierte, war das Unglück perfekt und Burkart begrub zunächst jede Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung: „Wir sind dann ganz langsam und vorsichtig ins Ziel gefahren, aber das alles hat uns rund 3 Minuten gekostet und wir sind bis auf Rang 8 zurückgefallen. Die Rallye war zwar noch lang, aber eine Top 3-Platzierung, so dachte ich, lag in weiter Ferne!“

Doch an den verbleibenden zwei Tagen fand Burkart seinen Weg um die gefährlichen großen Steine auf den Strecken herum, die seiner Konkurrenz Zeitverluste bescherten. „Das ist die einzige Möglichkeit, hier sicher ins Ziel zu kommen. Auf die Steine achten und nicht allzu brachial cutten. Das hat ganz gut funktioniert. Zwar war ich am zweiten und dritten Tag mit dem Set-Up des Fahrzeuges nicht ganz zufrieden, was das Fahren beeinträchtigte, aber ansonsten hatten wir keine größeren Probleme“, so Burkart.

Vor allem der letzte Tag wirbelte das Junior WM-Klassement noch einmal ordentlich durcheinander. „Tag 3 war der brutalste überhaupt. Unsere Taktik war einfach: Nicht zu viel riskieren und heil ins Ziel fahren!“ Die Rechnung ging auf und so konnte das deutsche Rallye-Talent, das am Sonntag von Platz 5 aus gestartet war, noch zwei Plätze gutmachen. „Es ist einfach ein tolles Gefühl. In Mexiko landete ich auf dem ´undankbaren´ vierten Platz und hier nun Platz 3. Ich bin gespannt, wie es weitergeht“, meint Burkart.

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