Ärger um Verbot der Spione

Die Rallye-Schweden ist die erste Rallye, bei der die sogenannten Schotter-Spione nicht mehr erlaubt sind. Doch scheinbar halten sich einige Team nicht daran.

6. Februar 2004

Michael Heimrich

„Wir haben eine Menge von Gravel-Crews rund um Hagfors gesehen, die uns erklärten, dass sie nur als Zuschauer da seien“, meint Peugeot-Teamchef Corrado Provera verärgert. „Wir haben unsere nicht hier und die FIA sollte alles dafür tun, damit die neuen Regeln auch eingehalten werden. Denn jede zusätzliche Information könnte hier ein echter Vorteil sein.“

Mit dieser Meinung steht Provera nicht alleine da. Ford-Pilot Markko Märtin ist ebenfalls der Ansicht, dass die Spitzenteams Mitarbeiter auf und an die Strecke schicken könnten, um Daten zu sammeln. „Ohne Schotterspione wird die Reifenwahl zu einer echten Lotterie“, weiß der Este.

Das sich das Verbot auf die Sicherheit der Teilnehmer ausüben wird, glaubt indes kein Topfahrer. „Hier geht es mehr um die richtigen Reifenwahl, aber in Schweden haben wir eh nur eine kleine Auswahl zu Verfügung“, so Marcus Grönholm, der aber zu bedenken gibt, „es ist eine gänzlich andere Situation, als mit Slicks auf nassen Asphalt fahren zu müssen.“

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