300. WP-Sieg für Jari-Matti Latvala

Jari-Matti Latvala sichert sich die 300. Bestzeit seiner Karriere. Vom aktuellen Rekord in der Rangliste der meisten Bestzeiten ist Latvala jedoch noch weit entfernt. Den ersten WP-Sieg feierte der Finne 2007 in Norwegen.

8. Februar 2014

Michael Heimrich

Mit gerade einmal 21 Jahren brannte Jari-Matti Latvala im Ford Focus RS WRC seine erste Bestzeit bei einer WM-Rallye in den Schnee. Rallye Norwegen 2007: Auf der 14,64 Kilometer langen Prüfung „Opaker“ war kein anderer Pilot so schnell unterwegs wie der fliegende Jungfinne. Diese WP liegt übrigens ganz in der Nähe jener Region, in der die Lenkradakrobaten auf der ersten Etappe der diesjährigen Rallye Schweden um Bestzeiten kämpften.

Am Samstag feierte Latvala ein besonderes Jubiläum: Im Volkswagen Polo R WRC setzte er sich bei seinem 132. WM-Start zum 300. Mal an die Spitze des Zeiten-Tableaus. Er gewann die WP17 „Hara“ zum Auftakt des letzten Tages bei der Rallye Schweden. Im Ranking der schnellsten Finnen liegt der mittlerweile 29-Jährige damit auf Platz sieben.

An der Spitze rangiert nach wie vor sein Landsmann Markku Alèn mit 801 Bestzeiten, gefolgt von Juha Kankkunen (700), Hannu Mikkola (654), Marcus Grönholm und Ari Vatanen (jeweils 542). Im direkten Zweikampf mit seinem ehemaligen Teamkollegen Mikko Hirvonen (253 WP-Siege) hat Latvala die Nase jedoch klar vorn. Der nächste, den Latvala im inoffiziellen Ranking der schnellsten Finnen überholen könnte, ist der viermalige Rallye-Weltmeister Tommi Mäkinen. Dieser hat 362 Bestzeiten auf seinem Konto.

Mit 300 WP-Siegen belegt Latvala unter den erfolgreichsten Fahrer seit Beginn der Rallye-WM im Jahr 1973 Platz 15 – noch vor Björn Waldegard. Auch diese Bestenliste führt der große Dominator des vergangenen Jahrzehnts an: Sébastien Loeb sicherte sich im vergangenen Oktober in Frankreich bei seiner (vorerst) letzten WM-Rallye den 900. WP-Sieg.

Bis heute konnten 249 Fahrer bei einer WM-Rallye eine Bestzeit erringen. Für 66 Lenkradakrobaten sollte dieses Hochgefühl bis dato ein einmaliges Erlebnis bleiben, darunter Nasser Al-Attiyah, Kimi Räikkönen, Juho Hänninen und Martin Prokop.

Seit seinem ersten WP-Sieg bei der Rallye Norwegen 2007 ging Jari-Matti bei 93 weiteren WM-Läufen an den Start. Rein rechnerisch gewann er pro Event also rund drei Wertungsprüfungen. Auf seinem Konto stehen bislang lediglich acht WM-Siege. Was zudem noch fehlt, ist ein Weltmeistertitel …

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