130 Starter

Volles Haus im Waldviertel

Mit einem Highlight endet die Rallyesaison in Österreich. Die Waldviertel-Rallye bietet einige Neuerungen und ein proppevolles Starterfeld.

<strong>HIGHLIGHT:</strong> Die Waldviertel-Rallye wird wieder der krönende Saisonabschluss in der ÖRM

„the final rallydays“ im Waldviertel haben doch immer wieder eigene Gesetze. Auch bei der 29. Auflage dieses Klassikers bewahrheitete sich dies, insgesamt 130 Teams aus acht Nationen haben sich angemeldet. Obwohl schon einige ÖM-Titelentscheidungen im Vorfeld gefallen sind und die Rallye zu keiner ausländischen Meisterschaft zählt, kann Organisator Helmut Schöpf Ende Oktober wieder „volles Haus“ vermelden.

 

 „Ich war das ganze Jahr über bei vielen Veranstaltungen national und auch international unterwegs und habe dort mit konkreten Unterlagen versucht, auf unsere Waldviertel Rallye aufmerksam zu machen. Ausschlaggebend für den Erfolg waren schlussendlich aber auch diverse Internetkontakte und der Abschluss von speziellen TV-Paketen, was sich im Falle von Ungarn als voller Erfolg herausgestellt hat“, so Schöpf.

 

Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S2000) kann sich den Kampf um seinen Kronprinzen - sprich wer wird Vizestaatsmeister - aus der ersten Reihe ansehen. Der Oberösterreicher steht seit der Admont-Rallye als Meister fest. Aber dennoch ist gerade die Waldviertel-Rallye immer eine besondere Motivation. Gerade für Baumschlager, der 2005 den bislang letzten seiner drei Siege beim österreichischen Rallye-Klassiker feiern konnte. Damit ist das diesjährige Antreten Kür und Herausforderung zugleich.

 

Auch Manfred Stohl (CNG Subaru Impreza) hat die Waldviertel-Rallye schon drei Mal für sich entscheiden können. Zuletzt im Vorjahr, als er mit einem gasbetriebenen Rallye-Boliden die Konkurrenz deklassierte und auch international für viel Aufsehen sorgte. Doch im Kampf um den Gesamtsieg wird er wohl oder übel zurückstecken müssen, denn gegen die S2000-Fahrzeuge ist der gasbetriebenen Subaru schon leistungsmäßig unterlegen. Anderseits konnte der 126-fache WM-Starter auf den Schotterstraßen im Waldviertel immer wieder über sich hinaus wachsen. Das wird auch nötig sein, damit Stohl den Vizemeistertitel einfahren kann. Derzeit liegt er zwölf Punkte vor Andreas Waldherr (VW Polo S2000), 14 Zähler vor Gas-Kollegen Hannes Danzinger (VW Golf KitCar CNG) und je 15 Punkte vor den Überraschungspiloten der Saison, Patrick Winter und Alexander Tazreiter (beide Mitsubishi Lancer Evo IX).

 

Für Zuwachs im S2000-Lager sorgt Franz Wittmann jun. Der Vorjahres-Zweite, der in dieser Saison schon sehr erfolgreich in der IRC unterwegs war, wird erstmals in einem Peugeot 207 S2000 Platz nehmen. Die Waldviertel-Rallye dient ihm als Testeinsatz und Vorbereitung für die kommende Saison in der IRC, wo er nach seinem Lernjahr um Top-Platzierungen kämpfen möchte. Sein vielleicht schärfster Rivale ist Andreas Waldherr im VW Polo S2000. Der Niederösterreicher konnte in diesem Jahr die Siege bei der Bosch Rallye und der Admont Rallye für sich verbuchen. Wenn immer sein Arbeitsgerät hielt, war er ganz vorne zu finden. Leider gab es auch eine Reihe technischer Defekte, sodass er im Kampf um den Vizemeister-Titel in der Division I nur mehr theoretische Chancen hat.

 

Mit einem weiteren S2000 möchte Toto Wolff (Skoda Fabia) die Zuschauer bei der Waldviertel-Rallye begeistern. Der Wiener gilt als äußerst attraktiver, aber oft glückloser Pilot. Bereits in Admont testete Wolff sein neues Arbeitsgerät. Viel vorgenommen hat sich auch Reinhard Pasteiner (Mitsubishi Lancer Evo IX), der in diesem Jahr einige Top-Resultate eingefahren hat.

 

Von den ausländischen Starten ist natürlich Hermann Gassner (Mitsubishi Lamncer Evo X) an erster Stelle zu erwähnen. Der bayrische Altmeister ist immer für einen Podestplatz gut. Von der großen ungarischen Abordnung macht Attila Rongits (Mitsubishi Lancer Evo IX) den stärksten Eindruck. Und auch der Tscheche Milan Liska (Mitsubishi Lancer Evo X) und Claudiu David (Mitsubishi Lancer Evo IX) sollten gemeinsam mit den Österreichern Walter Kovar, Mario Saibel, Gerwald Grössing (alle Mitsubishi Lancer Evo IX) und Willi Stengg (Subaru) um einen Top-10-Platz im Gesamtklassement kämpfen können.

Der Startschuss der Rallye Waldviertel erfolgt diesmal schon am Freitag, 30. Oktober, ab 14:50 Uhr in Gars am Kamp. Das Ziel der Rallye befindet sich in Horn, der erste Fahrer wird dort am Samstag, 31. Oktober, ab 17:30 Uhr erwartet.

 

Eine neue 35 Kilometer lange Prüfung wird am Samstag in der Gegend um St. Leonhard am Hornerwald zweimal gefahren und wird neben dem Rundkurs Gars am Freitag, das Highlight der heurigen Rallye sein. Dazu gibt es die schon gewohnten Schotter und Asphaltprüfungen. Die Rallye ist trotzdem etwas schlanker geworden, der Etappenanteil wurde um 50 % gekürzt. Die Gesamtlänge beträgt jetzt nur mehr ca. 380 Kilometer, in denen jedoch 175 Sonderprüfungskilometer mit insgesamt zwölf Prüfungen enthalten sind. Eingebunden in die Rallye ist auch wieder der Nordring in Fuglau, wo am Freitag eine Sprintsprüfung und am Samstag, zwei Superspecial-Prüfungen gefahren werden.

Die Bilder der Waldviertel-Rallye 2008...

 

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