Neuauflage des gewohnten Duells

Auch im Wechselland lautet das Duell um den Sieg Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S2000) gegen Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX R4). Der Zwist der Dauerrivalen bekam beim vergangenen Meisterschaftslauf im Kärntner Lavanttal neuen Schwung.

26. April 2013

Michael Heimrich

Dort konnte nämlich erstmals in dieser Saison Beppo Harrach einen klaren Sieg einfahren – und diesen Schwung möchte der Meister des Jahres 2011 ins Wechselland mitnehmen: „Ja, die Lavanttal Rallye war super, der Sieg hat richtig gut getan. Aber natürlich haben wir ein bisschen vom Wetter profitiert und deshalb wohnen für die Wechselland Rallye zwei Seelen in meiner Brust: Für die Zuschauer wünsche ich mir Sonnenschein, für mich selbst Regen, das wäre besser für uns und würde die Sache erleichtern. Wir werden aber so oder so alles daran setzen, erneut zu gewinnen.“

Serien-Sieger bzw. Serien-Staatsmeister Raimund Baumschlager trauert dem verlorenen Sieg in Wolfsberg nicht nach, sondern ist sich sicher, im Wechselland wieder ganz oben am Stockerl stehen zu können: „Natürlich wollen wir wieder gewinnen, keine Frage. Wobei ich damit rechne, dass der Beppo bei dieser Rallye wahnsinnig schnell ist, vor allem am zweiten Tag. Es läuft wohl darauf hinaus, dass es zu einem Fight bis zum letzten WP-Kilometer kommt – und wer keinen Fehler macht, wird vorne sein. Dementsprechend hoffe ich, dass wir uns dieses Mal bei den Reifen nicht vergreifen… Noch dazu, wo es im Wechselland mit dem Wetter sowieso jedes Jahr sehr heikel ist!“
Für die eine Überraschung in Form von WP-Bestzeiten könnte Gerwald Grössing (Mitsubishi Evo IX R4) sorgen, der im Lavanttal abschnittsweise ganz knapp am Spitzen-Duo der Rallye-ÖM dran war: „Im vorigen Jahr waren wir hier Zweite, das können wir aus eigener Kraft nur schwer wiederholen. Wir wollen jedoch ganz klar den letzten Stockerlplatz erobern und vielleicht die eine oder andere Bestzeit fahren – die Frage ist nur, ob das Risiko dafür steht…“

Der vierte Top-Pilot im Bunde ist Kris Rosenberger: „Wenn der Gerwald jetzt schon auf Großwildjagd geht, dann wünsch’ ich ihm viel Glück – Mut kann man nicht kaufen. Wir werden trotzdem versuchen, dem „Jägermeister“ einzuheizen, immerhin hatten wir ja letztes Mal einige kleine Probleme, die das verhindert haben. Einzig und allein die Frage nach der richtigen Reifenwahl werden wir wohl erneut erleben, im Wechselland regnet es nämlich einfach jedes Jahr irgendwo, irgendwann.“

Mit dem heimischen Wetter bestens vertraut ist „Hausherr“ Willi Stengg (Subaru Impreza R4), der nach längerem wieder selbst am Lenkrad dreht, davor aber tief stapelt: „Mit Platz fünf wäre ich zufrieden, ich habe immerhin ein Jahr Pause hinter mir. Ich starte bloß, damit ich nicht einroste!“ In der Division I erwähnenswert sind außerdem noch der Tscheche Jiri Tosovski (Mitsubishi Evo X), Haudegen Walter Mayer (Subaru Impreza R4), der Kärntner Peter Schumacher (Mitsubishi Evo IX) und Lokalmatador Franz Kohlhofer (Subaru Impreza WRX).

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