„Nenngeld hoch und Vermarktung“

Die derzeitigen Probleme in der österreichischen Staatsmeisterschaft sind hausgemacht findet Raphael Sperrer und fordert ein Umdenken.

21. Dezember 2007

Michael Heimrich

Es war eine doppelt bittere Pille für die österreichische Rallye-Szene: Das Ende des jeweiligen Engagements eines Hauptsponsors sowohl bei der Lavanttal Rallye als auch bei der Waldviertel Rallye stellt die Veranstalter Gerhard Leeb und Helmut Schöpf vor riesige Probleme, derzeit ist sogar die Absage der Veranstaltungen nicht ausgeschlossen. Doch nicht nur im Waldviertel und in Kärnten gibt es Probleme: Insgesamt sind es bereits vier von acht Rallye-Staatsmeisterschaftsläufen, die ohne Hauptsponsor auskommen müssen: Neben der Steiermark Rallye in Admont ist davon auch die Ostarrichi Rallye betroffen, die heuer bereits zum zweiten Mal ohne großen Geldgeber auskommen musste.

OK-Chef Raphael Sperrer, der eigentlich mitten in den Vorbereitungen auf seinen dritten Start bei der Rallye Dakar steckt, kennt die Probleme seiner Kollegen nur zu gut: „Diese Schwierigkeiten sind zum größten Teil hausgemacht, die Gründe dafür vielfältig. Es beginnt damit, dass wir in Österreich sehr wenig Nenngeld verlangen, dadurch decken wir maximal 25 Prozent der Kosten. Das entspricht nicht dem Aufwand, der hinter der Organisation einer solchen Veranstaltung steckt. In Italien zum Beispiel ist das Nenngeld für einen Meisterschaftslauf doppelt so hoch. Zusätzlich fehlt es bei uns an Unterstützung durch die Automobilclubs. Ein Teil der Kosten wird Gott sei Dank vom Land übernommen, allerdings: Der weitaus größte Teil steht und fällt im Endeffekt mit meinen privaten Sponsorkontakten.“

Sperrer gibt auch zu bedenken, dass es in Österreich von der Sporthoheit keine ausreichenden Regelungen in Bezug auf Anzahl, Länge und Standards der Veranstaltungen gibt, was dazu führt, dass man sich teilweise gegenseitig Starter wegnimmt. „Es gibt kein zentrales Management, keine ausreichende Koordination, keine gezielte Vermarktung der Meisterschaft und daher keinen einheitlichen Standard unter den Veranstaltern.“

„Die Ostarrichi Rallye ist momentan nur Dank der Historischen Rallye Europameisterschaft und nun auch dank des FIA-Zonencups tragfähig, ein rein österreichischer Meisterschaftslauf würde sich schon lange nicht mehr finanzieren lassen“, so Raphael Sperrer abschließend: „Ich bin froh, dass wir diesen Weg gegangen sind, den wir weiterhin kontinuierlich gehen werden. Die nächsten Jahre werden die Zukunft der Ostarrichi Rallye stark beeinflussen, hoffen wir das Beste.“

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