Claudio de Cecco sagt Start bei Pirelli-Lavanttal-Rallye ab

Wenn morgen die Pirelli-Lavanttal-Rallye in Wolfsberg gestartet wird, ist nur noch ein Zweikampf um den Gesamtsieg zu erwarten.

3. April 2003

Michael Heimrich

Die großen Favoriten heißen Raimund Baumschlager als Meisterschaftsleader und Ruben Zeltner (beide Mitsubishi). Der Italiener de Cecco, der ursprünglich mit einem Peugeot 206 WRC angemeldet war, mußte seine Nennung kurzfristig zurückziehen. Der Grund, sein Auto konnte nach den technischen Problemen bei der Oberland-Rallye in Deutschland nicht mehr rechtzeitig fertiggestellt werden.

Damit heißt das Top-Duell Baumschlager gegen Ruben Zeltner. Kurioserweise haben die beiden Piloten schon einmal im Jahre 1992 im Lavanttal gemeinsam gewonnen. Baumschlager als Fahrer und Ruben Zeltner als Co-Pilot. Darüber hinaus haben beide die letzten Meisterschaftsläufe gewonnen. Baumschlager im Burgenland und R. Zeltner in Deutschland. Für Spannung ist also gesorgt. Baumschlager hofft auf sein Können und seine Konstanz: „Ich bin guter Dinge, es wird unheimlich schwer werden hier zu gewinnen. Ruben ist von einem erstklassigen Beifahrer nun auch zu einem sehr schnellen Piloten herangewachsen.“

Der in Deutschland mit österreichischer Lizenz fahrende Kärntner erwartet sich einen tollen Kampf: „Mundl ist für mich natürlich der Favorit, aber ich werde versuchen seinen Speed mitzugehen. Zusammengezählt wird erst am Schluß und da hoffe ich knapp vorne zu sein.“

Lokalmatador Alfred Kramer, Ernst Haneder, Stefan Reininger, Adolf Ramoser und Gottfried Kogler dürften in der Gruppe A nur Außenseiterchancen besitzen.

In der Gruppe N sollte es ebenfalls zu einem Zweikampf zwischen Meister Hermann Gassner (Deutschland) und Beppo Harrach (beide Mitsubishi) kommen. Hier lauern die bisherigen Pechvögel der Saison Martin Zellhofer und Walter Kovar im Hintergrund. Ebenfalls interessant wird die Auseinandersetzung der beiden Kärntner Heinz Jakobitsch und Marcus Leeb in der Klasse N3.

Dieselfavorit ist Andreas Waldherr (VW), er hat es neben Markenkollegen Christian Lippitsch, hauptsächlich mit ÖM-Leader Manfred Pfeiffenberger (Seat) zu tun. In der Fiat Stilo Trofeo gilt Saisonauftaktsieger Karim Pichler als heißer Sieganwärter.

Sorgen bereitet dem Starterfeld die augenblickliche Wetterlage im Lavanttal. Heute Mittag waren in höher gelegenen Streckenabschnitten noch Schneefahrbahnen festzustellen. Dies nicht nur auf Asphalt sondern auch auf den Schotterpassagen. Organisationsleiter Gerhard Leeb ist für morgen aber optimistisch: „Erstens soll es etwas wärmer werden, damit könnte sich der Schnee von selber auflösen. Ist das nicht der Fall, so haben mir die Verantwortlichen der Strassenverwaltungen versprochen, mit Salz vorzugehen. Schließlich wollen wir verhindern, daß es wie im Vorjahr zu Zwischenfällen kommt, wo sowohl Sieger Raphael Sperrer als auch Manfred Stohl (heuer beide nicht am Start), an einer eisigen Stelle auf dem Dach lagen.“

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