„Bei Regen wird die Sache heiß“

Kurz vor dem Start der Pirelli-Rallye ist Baumschlager zuversichtlich, den letzten weißen Fleck auf seiner Erfolgsliste mit einem Sieg überschreiben zu können.

1. April 2004

Michael Heimrich

Die Bedingungen imLavanttal sind ähnlich denen vom Vorjahr und da lag der Remus-Pilot im BRR-Mitsubishi Evo V auf Siegerkurs, ehe ihn vier Kilometer vor dem Ziel eine defekte Zylinderkopfdichtung stoppte. Von den insgesamt zwölf zu fahrenden Sonderprüfungen sind auf Grund der wärmeren Temperaturen der letzten Tage, zehn WP`s Eis und Schnee- frei geworden. Nur auf der Prüfung Vorderlimberg ? Waldenstein, über 21 Kilometer gibt es sehr unterschiedliche Bedingungen. Fünf Kilometer der Strecke sind abwechselnd immer noch mit Schnee und Eis bedeckt, der Rest ist trocken. Die Frage für die Piloten heißt daher Slicks oder Winterreifen?

Baumschlager tendiert zu Slick-Reifen: „Ich glaube da sich die Bedingungen weiter bessern werden, damit verliere ich gesamt gesehen auf dieser Prüfung weniger Zeit, als mit Winterreifen. Aber das wird jeder Pilot mit seinem Team selber entscheiden müssen.“ – Eine weitere Unbekannte für den Oberösterreicher stellt die Wettervorhersage dar. Kommt Regen oder nicht? „Sollte es regnen, wird die Sache ganz heiß, denn dann gibt es nicht nur auf den Eis- und Schneepassagen Rutschpartien“, sagte der Renus-Pilot.

Sorgen ganz anderer Art plagen Marcus Leeb. Der Sohn des Veranstalters, der auch im Organi-sationskomitee mitarbeitet, erlebte beim Shakedown eine böse Überraschung: Das Getriebe seines BRR-Citroen Saxo 16V gab den Geist auf. In einer Blitzaktion soll jetzt ein passendes Getriebe aus Italien oder Deutschland organisiert und über Nacht eingebaut werden. Sollte kein Getriebe aufgetrieben werden, muss ein Seriengetriebe eingebaut werden.

„Das ist dann ein zusätzliches Handicap?, meinte der 22-jährige Kärntner, dem auch noch ein Fieberanfall zu schaffen macht und der von Sportarzt Dr. Pavalec mit Medikamenten behandelt wird. Unter diesen Voraussetzungen schraubte der Sieger der Junior-Meisterschaftswertung bei der IQ-Jänner-Rallye seine hohen Ziele etwas zurück. Der Klassensieg steht jetzt im Vordergrund.

Dritter Starter des Remus-Racing-Teams, das im Lavanttal erstmals auch als Mannschaft mit Au-tos im Remus-Design silber/rot in Erscheinung tritt, ist der Wiener Mario Saibel, der mit einem BRR-Mitsubishi Evo V in die T-Mobile-Meisterschaft einsteigt.

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