Reindl siegt, Stopfer strahlt

Bei der Rallye Südliche Holledau fahren Rudi Reindl und Michael Ehrle im Lancer Evo 7 ungefährdet ihren siebenten Saisonsieg nach Hause.

3. August 2015

Michael Heimrich

79 Teams starten in Moosburg zur 3. ADAC-Rallye Südliche Holledau, von der MSF Freising als Rallye 35 veranstaltet mit drei Prüfungen in der welligen Landschaft nördlich der Isar: ein schneller Sprint mit einigen Mutkurven, ein Rundkurs mit drei Runden als 10-Kilometer-Prüfung und ein kurzer, zu schneller und anspruchsloser Sprint zum Abschluss jeder der beiden Schleifen. Bei trockenem Wetter schafft der Sieger einen Schnitt jenseits der 120-km/h-Marke.
Rudi Reindl fehlt diesmal ein ernst zu nehmender Konkurrent. So knallt der Oberbayer sechsmal die Bestzeit auf den Asphalt, drückt den Gegnern gut eine Sekunde je Kilometer aufs Auge und gewinnt mit Michael Ehrle überlegen. Dahinter balgen sich Robert Schilcher im Audi TTS und Stefan Stich im Evo 8 um Platz 2. Nachdem anfangs Schilcher die Nase vorn hat, steigert sich der 47-jährige Nürnberger Fahrlehrer auf der zweiten Schleife und zieht am Audi vorbei. Stefan Stich und Copilotin Nina Worbs retten im Ziel knapp den zweiten Rang – ihr bestes Karriere-Ergebnis. Robert Schilcher und Stephan Schwerdt verringern im Endspurt den Abstand auf nur drei Zehntel und belegen zum dritten Mal in Folge den dritten Gesamtrang, was den Klassensieg bei den Gruppe-F-Allrad-Turbos vor den Evo 9 von Martin Kainz und Jürgen Bachhäubl bedeutet. Weil Raffael Sulzinger im Fiesta R2 sich in der WP 2 mit einer Schikane anlegt, werden die Niederbayern Alois Scheidhammer und August Regner im Opel Astra Turbo beste Nicht-Allradler. Auf Platz 6 gewinnen sie zudem die 3-Liter-Klasse der Gruppe F vor den beiden BMW-Piloten Martin Stuckenberger und Marcus Ederer.
Ihre eigene Rallye fahren die 29 Teams der Klasse 8 (Gruppe F bis 2000 cm³) aus, die fast 40% des Starterfeldes ausmachen. Auf den schnellen Prüfungen sind die Honda Civic und der Peugeot 306 von Max Schmid favorisiert, doch beim Auftakt-Sprint trumpft einmal mehr der Rosenheimer Josef Haagn im BMW 318is auf. Auf dem Rundkurs bei Hausmehring rückt Honda-Pilot Wolfgang Stopfer die Welt wieder gerade, fährt die Bestzeit vor Max Schmid und erobert die Führung, die er und Co Heinz Neumeier bis ins Ziel knapp verteidigen können. Max Schmid und Daniel Scharf können in der zweiten Schleife dem Druck von Josef Haagn und Rainer Herner nicht standhalten und landen hinter den Oberbayern auf Rang 3. Rudi und Simone Weileder – mit neuem Motor im BMW 318 – können lange Zeit den Hondas (außer Stopfer) die Rücklichter zeigen, doch im Endspurt ziehen Martin Bloch und Christoph Baumgartner nach schwachem Start an ihnen vorbei. Auf den Klassenrängen 6 und 7 laufen der Routinier Karl Schafhauser und der Youngster Tobias Just mit ihren Civic ein – beide noch schneller als der Sieger der Gruppe H, der 65-jährige Aiblinger Arwed Hafner (mit Tochter Martina) im „altersgemäßen“ und stark motorisierten BMW 2002.
Klassensiege holen sich Jochen Krieger und Wilhelm Stolle im VW Polo (F9), Andrea Neumeier und Ann-Kathrin Sperber im Suzuki Swift (RC5) und Markus Klos und Michael Neumeier im VW Golf III (G18/19). In den CTC-Klassen bis 1981 freuen sich das österreichische Ehepaar Kurt und Petra Niederreiter im Ford Escort 2000 und die Münchner Peter Hinderer und Christian Heubl im urigen Austin-Healey 3000 über die Pokale. 62 der 79 gestarteten Teams rollen ins Ziel der gut organisierten Rallye.

Ergebnis 3. ADAC-Rallye Südliche Holledau

1. Rudi Reindl / Michael Ehrle Mitsubishi Evo 7 H16 15:33,3
2. Stefan Stich / Nina Worbs Mitsubishi Evo 8 H16 +39,5
3. Robert Schilcher / Stephan Schwerdt Audi TTS Quattro F3A +39,8
4. Martin Kainz / Gabriele Wöllmer Mitsubishi Evo 9 F3A +56,0
5. Jürgen Bachhäubl / Mandy Litzius Mitsubishi Evo 9 F3A +1:09,9
6. Alois Scheidhammer / August Regner Opel Astra Turbo F3B +1:17,4
7. Robert Grübl / Josef Wallner Ford Escort Cosw. C28 +1:19,3
8. Wolfgang Stopfer / Heinz Neumeier Honda Civic R F8 +1:19,8
9. Josef Haagn / Rainer Herner BMW 318is E30 F8 +1:21,5
10. Martin Stuckenberger / Alexander Kitzinger BMW M3 Compact F3B +1:23,3
11. Max Schmid / Daniel Scharf Peugeot 306 S16 F8 +1:25,7
12. Marcus Ederer / Anita Winnik BMW M5 E28 H15 +1:29,4

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