Britische Bedingungen in Thüringen

Starke Regenfälle sorgen für Unmut im Porsche-Lager und Hoffnungen bei den Engländern. Olaf Dobberkau ist krankheitsbedingt vorzeitig abgereist.

31. Mai 2013

Michael Heimrich

Tiefe Pfützen stehen auf dem Platz des Weiraer Shakedown-Serviceparks. Beim Auftakt der diesjährigen Thüringen Rallye regnet es Bindfäden. Erschwerte Bedingungen, denen sich die Teilnehmer wohl auch am Freitag und Samstag aussetzen müssen, bis zum Ende der Rallye sind teils kräftige Niederschläge vorausgesagt. Mit Einschränkungen ist laut Rallyeleiter Martin Zurhoff jedoch nicht zu rechnen. Die Freitags-Prüfungen Rundkurs Pößneck sowie die Nacht WP Remptendorf-Volkmannsdorf werden pünktlich beginnen.

„Wir fahren alle Wertungsprüfungen nach Zeitplan. Sollte es doch zu Problemen kommen, müssten wir situationsbedingt eingreifen, nicht aber im Voraus schon spekulieren“, teilte Zurhoff heute  Nachmittag mit und dementierte damit einen Bericht des Radiosenders MDR Thüringen, der die Durchführung der Rallye in Frage stellte.

Für einen der Favoriten, Olaf Dobberkau, hat die Rallye indes schon geendet. Der Schleusinger musste aus gesundheitlichen Gründen abreisen.

Der Ausfall Dobberkaus könnte seinem Rivalen Ruben Zeltner in die Karten spielen. Zwei Mal hat der gebürtige Österreicher die Thüringen Rallye in den letzten zwei Jahren gewonnen. Mit einem Sieg in diesem Jahr, würde er den Hattrick perfekt machen. Probleme könnten ihm allerdings die nassen Bedingungen bereiten. Schon beim Shakedown ließ er seinen Wagen deshalb nach nur drei Runden stehen. Ruben Zeltner: „Es macht bei dem Wetter einfach wenig Sinn weiter zu testen. Gerade für den Porsche sind die Bedingungen schwieriger, weil wir nur den Heckantrieb haben. Theoretisch sind die allradbetriebenen WRC der Briten da schon im Vorteil. Trotzdem glaube ich, dass wir auch in diesem Jahr sehr gute Chancen haben, ganz oben zu stehen“.

Bei Graham Coffey, dem angesprochenen Briten und Vorjahresdritten, sorgt die Wettervorhersage  sogar für ein Schmunzeln auf den Lippen. „Klar sehe ich das als Vorteil an. Unsere Autos kommen damit gut zu Recht und für uns Engländer ist Regen sowieso nichts Außergewöhnliches. Außerdem habe ich mit Jenny Gäbler eine Beifahrerin, die sich hier bestens auskennt.“ 

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