Opel sieht Licht am Ende des Tunnels

Opel strahlt wieder voller Zuversicht. Die schweren Jahre sind vergessen, als die Mutter General Motors im Zuge der Finanzkrise gerettet werden musste, als Rüsselsheim verkauft werden sollte, als die Modelle schwach und die Verkaufszahlen mau waren.

17. Juni 2014

Michael Heimrich

Die Entwicklung damals war wirklich dramatisch: Opel verlor in 15 Jahren in Deutschland jeden zweiten Käufer, der Marktanteil, 1997 noch fast 16 Prozent, hatte sich bis 2012 mit 6,9 Prozent mehr als halbiert. Als Folge davon muss das erst 1961 in Betrieb genommene Werk in Bochum geschlossen werden.
Der Insignia leitete 2008 die Wende ein. Der ein Jahr später vorgestellte Astra tut sich schwer in der Golf-Klasse, der stylische Adam indes tritt seit eineinhalb Jahren mit Erfolg gegen den Mini an. Der Cascada setzt dem Programm seit Sommer 2014 das Glanzlicht eines großen Cabrios auf. 2012 gelang mit dem Mokka ein großer Wurf bei den kompakten SUV-Modellen. Meriva (Neuauflage Mitte 2010) wie Zafira (neu ab 2012) bedienen den immer wichtigeren Sektor der kompakten und mittelgroßen Vans. Die neuen 1,6-Liter-Motoren als Benziner und Diesel sind gleichermaßen stark und sparsam.
Der wichtigste Befreiungsschlag indes folgte im April dieses Jahres: Chevrolet kündigte an, Europa zu verlassen. 2002 übernahm General Motors Daewoo in Korea, seit 2006 bot man preisgünstige Modelle an, die Opel ähnlich waren und auch Rüsselsheimer Technik verwendeten. Die Erfolg         blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Chevrolet zieht sich Ende nächsten Jahres aus Europa wieder zurück. Übrig bleiben allein Camaro und Corvette. In den USA bleibt Chevrolet für GM die größte und wichtigste Marke.
Die neuen Modelle und das Aus für Chevrolet wirken sich aus. Der Opel-Marktanteil bei uns liegt stabil über sieben Prozent, in acht Jahren werden zehn Prozent angepeilt. Das jüngst verkündete Strategieprogramm sieht Opel 2022 zusammen mit der englischen Schwestermarke Vauxhall vor Ford als Nummer zwei auf dem europäischen Markt. Noch 2005 hatte Opel diese Position in Deutschland.
Für die neue Zuversicht gibt es gute Gründe. Nach dem Premierenfeuerwerk der vergangenen Jahre geht es unvermindert weiter: 27 neue Modelle und 17 neue Motoren befinden sich in der Pipeline bis 2018. Die wichtigste Neuerscheinung in diesem Jahr ist dabei im Oktober der Corsa: in den Außenmaßen kaum verändert, hinten luftiger, mit verbessertem Fahrwerk und modernen Assistenzsystemen. Und vor allem mit neuen Motoren, unter denen der Ein-Liter-Dreizylinder den Maßstab setzt: Benzin-Direkteinspritzung, Turbo, 90 oder 115 PS, 170 Nm ab 1.800 Umdrehungen pro Minute – direkt vergleichbar mit dem erfolgreichen 1.0-Ecoboost-Motor von Ford.
2015 folgen zwei weitere wichtige Premieren. Zuerst der neue Astra – in den Außenmaßen ähnlich wie bisher, bis zu 150 Kilogramm leichter – und mit den neuen Dreizylindern viel sparsamer. Dazu folgt die zweite Auflage des Insignia. Im Portfolio ist auch noch Platz für einen Kleinen unter dem Adam und für ein größeres SUV oberhalb des Mokka.

Aktuelle Schlagzeilen

Rally2 und Rally4 betroffen

DRM 2026: Hankook liefert Einheitsreifen

3. Februar 2026

Abbruch nach Unglück

Galerie: Legend Boucles de Bastogne 2026

2. Februar 2026

Vorschau 2026

Schotter-Cup-Start in fünf Wochen

1. Februar 2026

Neues Reglement ab 2027

Neuer Boom in der Rallye-WM?

30. Januar 2026

Kurzes Gastspiel

Walter Röhrl und Mercedes

29. Januar 2026

Neue Siegprämie

ADAC Rallye Junior Cup: Zwei neue Läufe

28. Januar 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.