Hirscher: „Hut ab vor jedem Rallye-Fahrer“

Der erfolgreichste Skirennläufer aller Zeiten ist zurück am Start. Allerdings nicht auf zwei Brettern, sondern auf vier Rädern. Beim GP Ice Race in Zell am See am kommenden Wochenende kämpft Marcel Hirscher im 600 PS Audi um die Ideallinie.

31. Januar 2020

Michael Heimrich

Marcel Hirscher feiert beim GP Ice Race am alten Flugplatz in Zell am See-Kaprun sein Comeback auf Schnee und Eis. Der achtfache Gesamtweltcupsieger gibt mit dem Audi EKS RX S1 Gas, der in den Jahren 2018 und 2019 in der Rallycross-WM im Einsatz war. Bei Bedarf beschleunigt der 600 PS starke Allradler in 2,5 Sekunden von 0 auf 100.

Reini Sampl, Europas einziger Fahrtechniktrainer im Rollstuhl und früher selbst alpiner Skisportler, erklärt die spezielle Herausforderung dieses Boliden: „Marcel musste sich auf ein extremes Auto einstellen. Einfach nur einsteigen und losfahren funktioniert nicht, weil es keine normale Schaltung gibt und die Lenkung sehr direkt anspricht. Dazu kommen die Schweden-Spikes mit einer Länge von sieben Millimetern, die dem Fahrzeug eine ganz eigene Charakteristik geben. Solche Rennautos brauchen eine starke Führung, um sie im Grenzbereich wirklich schnell zu fahren.“

Marcel Hirscher kann bei seinem Start beim GP Ice Race auf seine Erfahrungen im Skisport bauen. Es ist allerdings nicht sein Gespür für Schnee, das ihm hilft, sondern sein Blick für die Ideallinie. „Skifahrer haben ein Gefühl für die ideale Kurve und Marcel Hirscher ist dabei ein Perfektionist. Das ist ein Riesenvorteil bei der Linienwahl“, so Reini Sampl.

Nach dem ersten Training in Muhr zeigt sich Marcel Hirscher tief beeindruckt vom Fahrzeug. „Anfangs war sehr viel Nervosität dabei, und vor allem Respekt. Das Auto hat mich sehr gefordert. Hut ab vor jedem Rallye-Fahrer. Es ist unfassbar, wie schnell du reagieren und wie konzentriert du sein musst. Es war sehr wichtig, dass ich vor dem Event ein paar Kilometer fahren konnte, weil es mit einem Straßenauto tatsächlich null zu tun hat.“

Die Ambitionen für das Wochende sind klar: „Ich freue mich darauf. Die Leute erwarten sicher, dass ein schneller Skifahrer auch schnell Auto fährt, aber ich werde in erster Linie Spaß haben und versuchen, das Auto wieder heil zurück zu bringen!“

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