Pierre Campana im Glück

Erst nachdem vier Fahrer vor Pierre Campana ausgefallen waren bzw. bestraft wurden, konnte der MINI-Pilot seinen bedeutenden Gesamtsieg feiern.

6. September 2011

Michael Heimrich

Nichts stand einem erneuten gigantischen Duell zwischen Eric Brunson und Dany Snobeck im Weg. Bestes Wetter und unendlich viele Haarnadelkurven warteten am Mont Blanc. Brunson setzte dann auch die erste Bestmarke, doch gleich in der zweiten Prüfung gelang es Snobeck zu konterten. Nach 20 Minuten Fahrzeit trennten beide Hauptakteure gerade nur 2 Sekunden. Das spannende Duell wurde anschließend jedoch beendet, da Brunson vorzeitig ausschied.

 

Am Subaru Impreza WRC S12B von First Motorsport versagten die Bremsen und es war unmöglich die steilen Wertungsprüfungen so zu bestreiten. Nun nahm Frederic Comte die Verfolgung von Snobeck auf. Doch der Oldie fuhr in seiner eigenen Liga und setzte alle drei noch übrigen Bestzeiten des ersten Tages. Damit hatte Snobeck ein Polster von 45 Sekunden. „Ich denke mit einem 307 WRC hat man keine Möglichkeit gegen den C4“, sagte Comte im Tagesziel. Dritter war zu diesem Zeitpunkt Pierre Roche, gefolgt von MINI-Piloten Pierre Campana beim erst dritten WRC-Einsatz.

 

Auch am zweiten Tag fuhr Snobeck von einer Bestzeit zur anderen. Doch dann kam die verhängnisvolle neunte Prüfung. Der ehemalige DTM-Pilot startete mit über einer Minute Vorsprung in die WP und attackierte zu forsch. Wie schon beim letzten Meisterschaftslauf ging dies schief und landete unsanft neben der Strecke. Nun übernahm Comte die Spitzenposition, wiederum eine Minute vor Roche.

 

In der darauffolgenden Prüfung sollten sich die Ereignisse dann erneut überschlagen. Als erstes war für Roche die Veranstaltung vorzeitig beendet. Sein Kraftstofftank hatte ein Loch, trotz notdürftiger Reparatur musste er ohne Sprit vorzeitig aufgeben. Nun sollte es eigentlich ein sicherer Sieg für Frederic Comte werden, doch es kam anders. Comte unterlief ein Stempelfehler, folglich bekam er 10 Minuten Strafzeit.

Nutznießer wurde der vom französischen Motorsportverband FFSA geförderte Pierre Campana, der nun plötzlich und völlig überraschend in Führung lag. Diese Position gab er bis zum Ende nicht mehr her und feierte seinen ersten Gesamtsieg. Hinter ihm kam Gilles Nantet ins Ziel, gefolgt vom Schnellsten S2000, Ludovic Gal.


Endstand Rallye du Rouergue 2011:
1. P. Campana/S. de Castelli – Mini Cooper WRC 2:21:18.3
 2. G. Nantet/C. Murcia – Porsche 911 GT3 + 1:28.0
3. L. Gal/ G. de Turckheim – Peugeot 207 S2000 + 2:41.3
4. C. Robert/M. Duval – Citroen DS3 R3T + 5:45.9
5. C. Crozet/C. Ailloud-Perraud – Citroen Xsara WRC + 6:00.9
6. E. Guigou/B. Boulloud – Renault Megane RS + 7:07.8
7. K. Princen/B. Eelbode – Renault Clio R3 + 7:37.2
8. T. Barral/M. Murat – Renault Clio R3 + 7:47.4

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