Für Stéphane Peterhansel fing die Rallye nicht optimal an. Auf der ersten Prüfung erlitt der Pajero Evolution des Franzosen 50 Kilometer vor dem Ziel einen Reifenschaden: nur Rang sechs. Am Folgetag gelang ihm mit der Bestzeit das Comeback auf Gesamtrang drei. Nach einer für alle Mitsubishi Teams durchwachsenen dritten Etappe sicherte sich Peterhansel am vierten Tag erneut die Bestzeit. Den kleinen Rückstand von 31 Sekunden auf Spitzenreiter Carlos Sainz wandelte Peterhansel auf der fünften Etappe, deren Distanz wegen eines Waldbrandes halbiert wurde, in eine 16-Sekunden-Führung um – auch weil sich sein spanischer Kontrahent überschlug.
„Eine Rallye ist erst vorbei, wenn die Ziellinie überquert ist. Das ist eine Floskel, aber hier hat sie sich wiederum bewahrheitet“, so der Sieger. „Klar: Carlos Sainz hat einen Fehler gemacht, aber dann muss man auch erst mal in der Position sein, diesen auszunutzen – und das waren wir, weil wir die vergangenen Tage wirklich alles gegeben habe.“
„Ich bekam kurz vor Ende der Prüfung ein Signal gezeigt, das mir einen Vorsprung von 45 Sekunden auswies. Danach habe ich etwas Tempo herausgenommen und dabei wohl kurz die Konzentration verloren. Die Räder haben sich irgendwo eingehängt und wir sind auf dem Dach liegen geblieben. Dank der Hilfe der Zuschauer konnten wir die Etappe und die Rallye beenden“, ärgerte sich Sainz.
Luc Alphand startete mit einer Tages-Bestzeit in die Rallye. Seine zwei Sekunden Vorsprung auf Sainz egalisierte dieser auf der zweiten Etappe wieder. „Nach fast sechseinhalb Stunden Fahrt hatten wir die gleiche Zeit: einfach unglaublich“, so Alphand. Auch dank der zweitbesten Zeit bei der vorletzten Etappe sicherte sich der Franzose einen ungefährdeten dritten Rang und resümierte: „Ein großartiges Gesamtresultat für das Team. Ich bin zufrieden mit meinem dritten Platz. Der Pajero Evolution war sehr zuverlässig.“
Die Pax Rallye war der letzte Wettbewerbs-Auftritt des Mitsubishi Pajero Evolution. Das fünffache Sieger-Auto der Rallye Dakar wird ab dem kommenden Marathon-Einsatz bei der Baja Portalegre, dem letzten Lauf des FIA-Baja-Weltcups (30. Oktober bis 2. November), und bei der Rallye Dakar 2009 vom neuen Modell Racing Lancer abgelöst. Dominique Serieys, Teamchef von Repsol Mitsubishi Ralliart: „Es gab keinen besseren Weg, dem Pajero Evolution ‚Adieu’ zu sagen als mit diesem Sieg bei der Pax Rallye.“
Vorläufiger Endstand Pax Rallye
1. Peterhansel/Cottret, Mitsubishi Pajero Evolution 10:54.14 Std.
2. Sainz/Périn, Volkswagen Race Touareg 2 + 16 Sek.
3. Alphand/Picard, Mitsubishi Pajero Evolution + 1.21 Min.
4. De Villiers/von Zitzewitz, Volkswagen Race Touareg 2 + 2.42 Min.
5. Al-Attiyah/Thörner, BMW X3 + 5.41 Min.
6. Roma/Cruz, Mitsubishi Pajero Evolution + 12.00 Min.


