EM-Manager: „Skoda und Peugeot haben falsch gewählt“

Für EM-Manager Jean-Baptiste Ley ist klar, Skoda und Peugeot haben mit der WRC2 den falschen Weg gewählt, um ihre R5-Autos an den Mann zu bringen. In der Topliga würde man hinter den WRC-Teams nur die zweite Geige spielen. Diese Einschätzung könnte jedoch ein Trugschluss sein, denn das Interesse an der Europameisterschaft nimmt ab.

1. Juni 2016

Michael Heimrich

Hersteller sind gern gesehene Gäste. Sie sorgen für Aufmerksamkeit und zahlen kräftig in den Topf ein. Entsprechend groß ist der Kater, wenn sie eine Meisterschaft wieder verlassen. Das bekam nun auch die Europameisterschaft zu spüren, als sich Skoda und Peugeot in Richtung WRC2 verabschiedeten. Wenig überraschend bewertet EM-Manager Jean-Baptiste Ley diese Entscheidung als falschen Weg.
„Es ist natürlich immer schöner gegenüber Außenstehenden von einer Welt- anstatt Europameisterschaft zu reden“, sagte Ley gegenüber Autosport. „Aber mein persönliches Gefühl ist, dass Skoda und Peugeot R5-Autos als reine Kundensportfahrzeuge entwickelten und sie dafür nicht die richtige Strategie wählten. In der Europameisterschaft waren sie an der Spitze, standen im Rampenlicht und bekamen eine große mediale Aufmerksamkeit. In der Weltmeisterschaft stehen sie völlig im Schatten der WRC-Hersteller.“
Die Aussagen von Ley kommen wenig überraschend. Nach einer Hochphase ebbte das Interesse an der Europameisterschaft in den letzten Monaten deutlich ab. Nur noch wenige Fahrer kämpfen überhaupt um den Titel. Im Gegensatz dazu erlebte die WRC2 einen Boom und lockte trotz des kritisierten Werkseinsatzes von Skoda viele Privatiers an. Fahrer, die Ley gerne in der Europameisterschaft sehen würde, die sich aber gegen seine Serie entschieden. Dort können vor allem die Läufe mit guten Starterfeldern glänzen, die viele starke Lokalmatadore aktivieren können, oder – wie aktuell auf den Azoren – umfangreiche finanzielle Hilfen für die Teilnehmer bieten.
Vielleicht schmerzt es auch Ley, dass ausgerechnet sein aktueller Champion, der Pole Kajetan Kajetanowicz, in der Winterpause keinen Hehl daraus machte, wie gerne er in die WRC2 aufsteigen würde. Allerdings bekam der Ford-Pilot nicht das nötige Budget zusammen und startet deshalb noch einmal in der Rallye-EM.

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